Tag 5 in Lüneburg

Als "Dinner"-Gastgeberin von "absolutem Albtraum" erzählt, lachen ihre Konkurrenten Tränen

20.03.2026 von SWYRL/Bettina Friemel

Beim Finale der Lüneburg-Woche könnte die Stimmung nicht besser sein. Alle Gäste sind bereit, um den letzten Abend von "Das perfekte Dinner" (VOX) gemütlich mit Alkohol ausklingen zu lassen. Und dann packt Alina eine Geschichte aus, die die anderen nicht fassen können ...

"Das perfekte Dinner"-Gastgeberin Lilia (46) wohnt sehr ländlich in Rohstorf. "Das ist hier Natur pur", durchschreitet sie ihren riesigen Garten. Dort leben 13 Hühner, "manchmal werden sie aber auch geschlachtet". Die lebenden Gartenbewohner erinnern sie immer an früher, denn als Teenager kam sie aus Kasachstan nach Deutschland. Auf dem Herd köchelt schon die Hühnerbrühe "mit den Hühnern aus dem Garten". Geschlachtet wurden die jedoch von ihren Eltern, "weil ich bringe es nicht übers Herz".

Beim "perfekten Dinner" will die Dekorateurin alles perfekt machen. Allerdings hat sie gerade viel anderes zu organisieren, denn ihre älteste Tochter heiratet am Montag. "Ich habe gerade einen total leeren Kopf", geht Lilia die Menü-Vorbereitungen ohne großen Plan an. Es gibt:

  • Vorspeise: Getrüffeltes Parmesan-Süppchen mit edlem Schuss aus gekelterten Trauben
  • Hauptspeise: Feines Waldfilet auf Bohnenpüree an gebutterten Wirsingstreifen und Mandel-Wein-Komposition
  • Nachspeise: Karibische Maronen-Mousse auf einem Waldfrucht-Spiegel

"Es wird wirklich extravagant bei ihr", lässt Radost (29) die Speisekarte auf sich wirken. Ihre Fleisch-Aversion hat sich die vergangenen Tage einigermaßen gelegt: "Es ist egal. Alles, was kommt, werde ich essen. Wildschwein wäre auf jeden Fall eine große Herausforderung."

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

Heute wird richtig getrunken

Für den Winter-Gin flambiert Lilia Orangen. Die sollen dem Aperitif eine besondere Note verleihen. Lilias Mann hat Eugenio (38) abgeholt. "Dann kannst du heute richtig mit uns trinken", freut sich Radost auf einen feuchtfröhlichen Abend. Alina (27) kommt mit dem Auto, "aber ich lasse mein Auto hier stehen". Da die Klingel kaputt ist, müssen die Gäste ganz laut "Ding Dong!" rufen - und prompt kommt Lilia geeilt. Radost spürt ihre Nervosität: "So habe ich sie ja noch an keinem Tag erlebt."

"Teils-teils ist sie selbst erfunden, die Suppe", probiert Lilia gerne Neues aus. Doch ausgerechnet heute streikt der Pürierstab. "Dass mich dieser Stab heute verlässt, ist natürlich so gar nicht geplant", hadert Lilia mit dem Suppenergebnis. "Ich bin mit dem Geschmack tatsächlich immer noch nicht zufrieden." Was fehlt? Mehr Zwiebeln? Mehr Wein? Egal, "ist jetzt nicht zu ändern". Alina stimmt jedoch zu: "Für mich hätte noch bisschen Würze gefehlt, bisschen Salz. Irgendwie bisschen Pfiff noch."

100 Kilometer in 24 Stunden

Während Lilia in der Küche Wildschweinfilet mit Mandel-Soße zubereitet, erzählt Alina von ihrem 100-Kilometer-Marsch um Hamburg herum. Robert (44) schaut sie entsetzt an: "Warum?!" Die Antwort: "Ich habe gewettet." Aber: "Das war der absolute Albtraum." Denn aus dem gemütlichen Spaziergang mit Handy und Zigarettchen, den sich Alina vorgestellt hatte, wurde das schlimmste Erlebnis ihres Lebens.

Ohne Jacke, Pflaster und sonstige Ausrüstung machte sie sich auf den Weg des 24-Stunden-Events: "Mir ging es auch sehr schlecht. Ich habe auch geweint." Alle brechen in schallendes Gelächter aus. "Das war die verrückteste Geschichte meines Lebens", hat Eugenio selten so viel gelacht. "Sie ist einfach 100 Kilometer marschiert für eine Wette! Es war wirklich verrückt!" Die Wette hat Alina immerhin gewonnen: "Das waren 700 Euro!"

Der Hauptgang mundet den Gästen. "Diese Mandelcreme ist das Highlight auf dem Teller", überrascht Robert eine Komponente ganz besonders. "Das war schon so eine kleine Geschmacksexplosion." Radost freundet sich mit dem Wildschwein an: "Ich finde es milder im Geschmack als erwartet." Dass Lilia ihr Fleisch zu zäh findet, tut Radost leid, "weil sie stand ja auch den ganzen Tag in der Küche dafür". Das selbstkritische Fazit der Gastgeberin: "Ich bin nicht zufrieden, aber erleichtert."

Lilia ist "fix und fertig"

Die Maronen-Mousse auf Waldfrucht-Spiegel nennt Lilia karibisch "wegen dem ganzen Rum". "Da hätte ich gerne das Rezept", meldet Alina Interesse an. Nach dem Dessert gesteht Lilia: "Ich bin fix und fertig." Da macht sich die Doppelbelastung mit Dinner und Hochzeit doch bemerkbar.

"Die Stimmung heute Abend war Bombe", genießt Robert den letzten gemeinsamen Abend. Die Krönung: Er holt sich den Wochensieg. Den hat Lilia mit 32 Punkten leider verpasst.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL