30.01.2026 von SWYRL
Basierend auf einem gleichnamigen autobiografischen Roman von Joachim Meyerhoff erzählt "Ach, diese Lücke, diese entsetztliche Lücke" von einem jungen Schauspieler, der für die Studienzeit zu seinen schrägen Großeltern zieht. Simon Verhoeven führte Regie, Senta Berger spielt eine Hauptrolle.
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke": Für Marketingmenschen, die es gerne prägnant, griffig und knackig haben, damit alle sofort verstehen, worum es geht, muss so ein Filmtitel ein Albtraum sein. Zwei Kommas stecken da drin, das alleine ist ja eigentlich schon völlig irre. Was aber Hoffnung machen sollte: Vor dem prominent besetzten Film gab es ja auch schon ein Buch, das so hieß - und das war, auch mit diesem unkonventionellen Titel (aus Goethes "Werther" entlehnt), ein ziemlicher Erfolg.
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", so hieß 2015 der dritte Teil der autobiografischen Romanreihe "Alle Toten fliegen hoch" von Joachim Meyerhoff - mehrfach ausgezeichneter Schauspieler, Regisseur und Autor aus Homburg. Dass seine literarischen Werke auch sehr gut als Filmstoff taugen, wurde bereits vor drei Jahren bewiesen, als Sonja Heiss den Meyerhoff-Roman "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" (2013, auch wieder so ein sehr spezieller Titel) verfilmte. Nun also die Geschichte von dieser "entsetzlichen Lücke", basierend auf dem direkten Nachfolger zu Meyerhoffs "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war".
Die erste Meyerhoff-Verfilmung erzählte unter anderem davon, wie der junge Joachim mit seiner Familie im Umfeld einer Psychiatrie aufwuchs. Es ging, mal komisch und mal überaus tragisch, um die erste große Liebe, einen Umzug nach Amerika und schwere Schicksalsschläge. In "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" ist Joachim (Bruno Alexander, "Die Discounter") in seinen 20-ern angekommen. Sein Lebensweg führt ihn nach München zu einer renommierten Schauspielschule. Und zu seinen skurrilen Großeltern, bei denen Joachim während der Studienzeit vorübergehend unterkommt.
Produziert wurde "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" wie schon die letzte Meyerhoff-Adaption von Janine Jackowski, Jonas Dornbach und Maren Ade ("Toni Erdmann"). Regie führte Simon Verhoeven ("Männerherzen"), der selbst das Drehbuch entwickelte und seine Mutter Senta Berger für die Rolle von Joachims Oma Inge Birkmann besetzte. Es ist Bergers erste Filmrolle seit dem Tod ihres Mannes Michael Verhoeven, dem Vater von Simon Verhoeven, im Jahr 2024. Den Großvater von Joachim Meyerhoff, Hermann Krings, verkörpert im neuen Kinofilm Michael Wittenborn. Zum Cast gehören darüber hinaus auch wieder Laura Tonke und Devid Striesow sowie Tom Schilling, Friedrich von Thun und Karoline Herfurth.

