Bares für Rares
"Huch!", rief "Bares für Rares"-Händler Daniel Meyer (rechts) erschrocken aus, als er die Rarität entdeckte. So etwas wurde bisher in der Trödel-Show auch noch nicht zum Kauf angeboten ...
© ZDFBares für Rares
"Aha", fehlten auch Horst Lichter (Zweiter von links) anfangs die Worte, denn mit einem Butler in Lebensgröße hätte er bei "Bares für Rares" nicht gerechnet. Die verblüffend menschlichen Züge beeindruckten ihn: "Wahnsinn!"
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"Der hat Haare aus der Nase", konnte Lichter den Blick gar nicht mehr abwenden. "Wenn du in die Ohren schaust, siehst du, dass da auch noch ein paar Haare zu sehen sind", verwies der Experte Detlev Kümmel auf ein weiteres Detail. "Das ist ja unglaublich!", staunte Lichter.
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"Der Kollege sieht ja ziemlich steif aus. Wie lange steht der schon bei euch rum?", wollte Lichter mehr über die kuriose Figur erfahren. Marcus und seine Tochter Dorina aus Stommeln meinten: "Gar nicht so lange. Wir haben ihn vor etwa eineinhalb Jahren geschenkt bekommen."
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Nach dem Tod der Nachbarn wollte deren Erbe die Figur gerne loswerden: "Der Sohn hatte diesen Butler in Erinnerung als nicht so tolle Erfahrung." Marcus nahm ihn gerne an: "Ich fand ihn toll." Doch seine Frau legte ein Veto ein, "seitdem wohnt er im Waschkeller".
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"Dieser Butler ist sogar stattlich angezogen", deutete Kümmel auf die hochwertige Livree. Die Frisur bestand sogar aus Echthaar. Hier hatte sich also jemand viel Mühe gegeben, die Figur so echt wie möglich aussehen zu lassen: "Da wurde wirklich sehr aufs Detail geachtet."
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Die Fertigung aus Kunstharz datierte der Experte auf die 1990er-Jahre. "Hier haben wir kein normales Kaufhausstück vor uns", vermutete Kümmel sogar einen Designer dahinter. Wäre es ein Dwayne Hanson, "würden wir hier über 150.000 Euro und mehr reden". Das schloss er jedoch aus.
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Wahrscheinlicher war Gary Mirabelle. Deshalb verdoppelte Detlev Kümmel den Wunschpreis von 1.000 Euro auf 2.000 bis 2.500 Euro.
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Als sich das Händlerteam umdrehte und den Butler da stehen sah, schraken alle zurück. "Der sieht aber echt aus!", fand Jan Cizek (links). "Sieht aus, als wäre der Verkäufer schon da", meinte Daniel Meyer. Wolfgang Pauritsch (Dritter von links) dachte sofort an das "Wachsfigurenkabinett".
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Cizek, Meyer und Pauritsch stürzten sich gleich aufs Objekt. Elke Velten und Sarah Schreiber zögerten ob des grimmigen Gesichtsausdrucks: "Nicht, dass er gleich ausholt!" Cizek hatte eine Idee: "Du kannst den mit nach Hause nehmen und sagen: Wir haben Personal!"
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Die drei Händler lieferten sich ein Wettbieten. Da machte Pauritsch Cizek den Vorschlag: "Ich würde ihn gerne kaufen mit dir zusammen und bei dir in den Laden reinstellen." Cizek willigte ein, bei 2.000 Euro sagte auch der Verkäufer Ja. Pauritsch lachte: "Jetzt haben wir einen Butler gekauft!"
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Ebenfalls verkauft wurde das Näh-Necessaire von Rodgers & Sons aus der Zeit zwischen 1865 und 1880 mit einem Wert von 150 bis 200 Euro.
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Für 210 Euro ging die Antiquität vom Flohmarkt an Sarah Schreiber: "Endlich alles in einem, und schön verpackt!"
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Das Gemälde von Ernest Ange Duez aus dem Jahr 1876 zeigte eine Kathedrale in Paris und war 5.000 bis 6.000 Euro wert.
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Bei 4.800 Euro wurden sich Elke Velten und die Verkäuferin einig. "Ein Meisterwerk aus dem 19. Jahrhundert hast du gekauft", gratulierte Wolfgang Pauritsch.
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Die Brosche in Form von Schlange und Degen mit Diamanten und einem Saphir aus der Zeit um 1870 oder 1880 schätzte die Expertin auf 1.000 bis 1.200 Euro.
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"Da geht allen das Herz auf", gefiel Elke Velten das Motiv. Das Schmuckstück schnappte sich jedoch Daniel Meyer für 1.300 Euro.
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Der Cartier Champagner aus dem Jahr 1997 hatte einen Schätzwert von 60 bis 120 Euro.
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Sarah Schreiber bezahlte mit 150 Euro sogar den ursprünglichen Wunschpreis des Verkäuferpaares.
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Das Schuco-Spielzeugauto Elektro Phänomenal aus den 1960er-Jahren, ein Mercedes 190 SL, war 120 bis 150 Euro wert.
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Die Gebote überschlugen sich, und so bekam Daniel Meyer das Auto am Ende für 280 Euro.
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