Horst Schlämmer sucht das Glück
Für "Horst Schlämmer sucht das Glück" (Bild) ist Hape Kerkeling erneut in seine Paraderolle geschlüpft: des stets Rücken habenden stellvertretenden Chefredakteurs beim "Grevenbroicher Tagblatt". Die Handlung: Nach dem Ende der Corona-Pandemie will ausgerechnet Schlämmer, dieser notorische Miesepeter, glückliche Menschen in Deutschland finden. Zum Kinostart der Komödie am 26. März zeigen wir die wichtigsten Stationen aus Kerkelings Karriere.
© Leonine StudiosHape Kerkeling
Hape Kerkeling in den späten 80-ern - ein frecher junger Komiker am Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. Heute zählt Kerkeling zu den vielseitigsten und populärsten Unterhaltern des Landes. Anlässlich seines 60. Geburtstags am 9. Dezember blicken wir zurück auf Kerkelings Anfänge, seine größten Erfolge und weitere denkwürdige Momente.
© United Archives/Impress Own/Getty ImagesKerkeling geht auf Sendung
Ehemaliger Ministrant, frischgebackener Abiturient, TV-Debütant. Kaum aus der Schule, etablierte Kerkeling sich schnell im Showgeschäft. 1984 bekam er mit "Kerkelings Kinderstunde" (Radio Bremen) eine erste eigene Sendung, 1985 startete dann "Känguru" (ARD). In dem Musik- und Sketch-Format empfing der damals 20-Jährige einige namhafte Gäste. Zum Beispiel, im Bild: Prinzessin Stéphanie von Monaco.
© United Archives/ZIK Images/Getty ImagesVerkleidet sich gerne
Verkleidet, aber trotzdem unverkennbar: Hape Kerkeling 1986 bei einem "Känguru"-Dreh mit Isabel Varrell. Schon damals schlüpfte der junge Entertainer gerne in aberwitzige, von ihm selbst erdachte Rollen.
© Getty Images/Peter BischoffHape kickt
Hape Kerkeling auf dem Fußballplatz - es ist Jahrzehnte später kaum vorstellbar, aber doch passiert. 1987 nahm Kerkeling (links) in Hamburg an einem Charity-Kick teil, wo er unter anderem auch auf Kultsänger Klaus Baumgart (Klaus & Klaus) traf.
© United Archives/Frank Hempel/Getty ImagesKerkeling bei "Dingsda"
Wer hier mitmachen durfte, hatte es geschafft, irgendwie: Hape Kerkeling 1987 mit "Schulmädchenreport"-Schauspielerin Sascha Schöne in der ARD-Quizshow "Dingsda".
© Getty Images/Peter BischoffZu Gast bei einer Legende
Das war aber nun wirklich so etwas wie ein Ritterschlag: 1989 lud Unterhaltungs-Ikone Joachim "Blacky" Fuchsberger (rechts) den jungen Hape Kerkeling in seine Talkshow "Heut' abend" ein.
© United Archives/Getty ImagesModeration beim "Grand Prix"
Wieder ein großer Schritt auf dem Weg nach oben. Ende der 80-er war Hape Kerkeling bereits so beliebt, dass er von 1989 bis 1991 die deutsche Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest moderieren durfte. Damals begrüßte er übrigens nicht nur die Zuschauer in Deutschland und der Schweiz, sondern auch "unsere Nachbarn drüben in ... Österreich".
© Getty Images/Peter BischoffKerkeling und Carrell
Zwei ganz unterschiedliche Generationen, trotzdem viele Gemeinsamkeiten: Hape Kerkeling (links) und Show-Legende Rudi Carrell bei der "Telestar"-Verleihung 1989.
© Getty Images/Peter Bischoff"Total Normal"
Spätestens hier wurde klar, dass Hape Kerkeling (links) nicht einfach nur irgendein weiterer Komiker ist. Für die medienkritische Sendung "Total Normal" (1989 bis 1991) wurde Kerkeling - hier mit seinem kongenialen musikalischen Partner Achim Hagemann - vielfach ausgezeichnet. An einige der Gags, unter anderem den legendären "Hurz!"-Sketch, erinnert man sich bis heute.
© United Archives/kpa/Getty Images"Pleiten, Pech & Pannen"
Ein Foto, bei dem jeder TV-Nostalgiker zwangsläufig ins Schwärmen gerät. 1990 war Hape Kerkeling (links) in der ARD-Show "Pleiten Pech & Pannen" zu Gast. Mit ihm im Bild (von links): Petra Schürmann, die beiden "Lindenstraßen"-Stars Marie-Luise Marjan und Ute Mora sowie Moderator Max Schautzer. Hach!
© Getty Images/Peter BischoffUnfreiwillig geoutet
Es war einer der größten TV-Skandale jener Zeit: 1991 wurde Hape Kerkeling von Filmemacher Rosa von Praunheim in "Explosiv - Der heiße Stuhl" (RTL) als homosexuell geoutet. In einem "Spiegel"-Interview erklärte Kerkeling damals: "Sensiblere Naturen als ich hätten sich jetzt wahrscheinlich mit dem Fön in die Badewanne gelegt. Was soll's. Morgen werden sie eine andere Sau durchs Dorf treiben."
© Getty Images/Peter Bischoff"Kein Pardon"
Hape Kerkelings Kino-Debüt "Kein Pardon" (1993) erntete seinerzeit durchwachsene Kritiken, gilt inzwischen aber als echter 90er-Kultfilm. Und noch heute kann jeder mitsingen, der die bitterböse Medien-Satire damals sah: "Witzischkeit kennt keine Grenzen, Witzischkeit kennt kein Pardon!"
© United Archives/kpa/Getty ImagesKerkeling als Schauspieler
Auch als Schauspieler bleibt Hape Kerkeling igendwie immer: Hape Kerkeling. Im Lauf der Jahre stand er für ein gutes Dutzend Filmproduktionen vor der Kamera. Zum Beispiel für die Urlaubs-Komödie "Club Las Piranjas" (1995), in der Kerkeling als Animateur Edwin in einer Hauptrolle auftrat.
© Getty Images/Peter BischoffZurück im "Club Las Piranjas"
Knapp 30 Jahre nach der Erstausstrahlung von "Club Las Piranjas" kehrte Hape Kerkeling (zweiter von links) als Animateur Edwin Öttel zurück: In der gleichnamigen Miniserie versuchte erm die Traumhochzeit von Sohn Björn (Ben Münchow, dritter von links) zu verhindern.
© RTL / Ravi Gajjar / African Photo ProductionsPlötzlich wird's "Zappenduster"
Kleiner Durchhänger: Nach einem rasanten Aufstieg war Hape Kerkeling Mitte der 90-er auch in ein paar weniger erfolgreichen Formaten zu sehen, an die sich heute wohl nur noch wenige erinnern. Ein Beispiel: die ARD-Spielshow "Zappenduster", die 1997 nach nur 13 Folgen wieder abgesetzt wurde.
© United Archives/Frank Hempel/Getty Images"Darüber lacht die Welt"
Umso besser lief es hier: 1998 übernahm Hape Kerkeling von Fritz Egner die SAT.1-Sendung "Darüber lacht die Welt", die mit ihm zum absoluten Quoten-Hit avancierte. Zumeist war Kerkeling verkleidet und mit versteckter Kamera unterwegs und veräppelte die Leute - gerne auch mit prominenten Opfern wie Stefan Mross oder der ehemaligen VIVA-Moderatorin Milka Loff Fernandes.
© United Archives/kpa/Getty ImagesDas ganze Leben ist ein Quiz
"Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir sind nur die Kandidaten": Ja, Hape Kerkeling war schon oft Kandidat in Gameshows, wie etwa hier 2002 in "Wer wird Millionär", als er 500.000 Euro gewann.
© Getty Images/Peter BischoffSingt wie ein Finne
Hape Kerkeling kann kein Finnisch - aber wie ein Finne singen, das geht irgendwie. Der Song "Nauvravat Silmät muistetan" war zu Beginn der 2000-er eines der großen Highlights in seinem überaus erfolgreichen Live-Programm.
© Getty Images/Peter BischoffKerkeling lässt tanzen
Mancher Fan hat's inzwischen vielleicht vergessen (oder verdrängt): 2006 und 2007 moderierte Hape Kerkeling (links, mit Wayne Carpendale und Isabel Edvardsson) gemeinsam mit Nazan Eckes die ersten beiden Staffeln von "Let's Dance".
© Christian Jakubaszek/Getty ImagesKerkeling mit Stoiber
Äh, ja gut äh, ob Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber ein großer Fan von Hape Kerkeling ist, weiß man nicht, aber für ein gemeinsames Foto hat's gereicht: Kerkeling (links) und Ede Stoiber bei der Verleihung des "Corine"-Buchpreises 2007 in München.
© Franziska Krug/Getty ImagesSchlämmer übernimmt "Wer wird Millionär?"
Hape Kerkeling 2006 wieder bei "Wer wird Millionär?", diesmal aber als Horst Schlämmer. Es war ein unvergesslicher TV-Moment, für den Kerkeling und Jauch hinterher sogar mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurden. Schlämmer "stibitzte" während der Sendung Jauchs Moderatorenstuhl, drehte den Show-Spieß um und erspielte am Ende wieder 500.000 Euro.
© TV NOWHorst Schlämmer als Bundeskanzler?
Überhaupt, Horst Schlämmer. Der Redakteur vom fiktiven "Grevenbroicher Tagblatt" war immer "ganz discht dran", hat "knallhart nachjefrascht" und wurde so zu Kerkelings bekanntester Kunstfigur. 2009 wollte Schlämmer sogar Bundeskanzler werden, zumindest im Film: "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" lockte über eine Million Zuschauer in die Kinos - wieder mal ein gigantischer Erfolg für Hape Kerkeling.
© 2009 Florian Seefried/Florian SeefriedKerkeling und seine Kunstfiguren
Neben Horst Schlämmer schuf Kerkeling im Lauf der Jahre auch viele weitere Kunstfiguren. Besonders bekannt: die Paartherapeutin Evje van Dampen , Gisela, Hannilein, Siegfried Schwäbli und Uschi Blum (Bild) - eine glamouröse Schlagerdiva, die Lieder sang wie "Sklavin der Liebe" und "Großer dicker Mann".
© Getty Images/Peter BischoffKerkeling bei "Wetten, dass ..?"
Ein Sakko, auf das Thomas Gottschalk bestimmt ein bisschen neidisch war: Hape Kerkeling (rechts) 2011 bei "Wetten, dass ..?". Insgesamt siebenmal war er in der ZDF-Kultsendung zu Gast - dabei gab es auch jeweils einen Auftritt als Horst Schlämmer und Uschi Blum.
© Getty Images/Ronny HartmannGefragter Moderator
Ein immer gern gesehener Gast - und ein sehr begehrter Gastgeber: Hape Kerkeling wurde im Lauf der Jahre zu einem gefragten Moderator. Unter anderem moderierte er schon den ZDF-"Jahresrückblick", die Spendengala der Deutschen AIDS-Stiftung, den ESC-Vorentscheid, den "Großen Deutsch-Test" (RTL) sowie von 2010 bis 2014 die Verleihung der Goldenen Kamera.
© Franziska Krug/Getty Images"Ich bin dann mal weg"
Komiker, Schauspieler, Moderator und seit 2006 auch noch Bestsellerautor: Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg", ein persönlicher Jakobsweg-Reisebericht, hielt sich über 100 Wochen an der Spitze der "Spiegel"-Bestsellerliste. 2015 wurde das Buch fürs Kino verfilmt; Devid Striesow (links) spielte Hape Kerkeling.
© Target Presse Agentur Gmbh/Getty ImagesErfolgreicher Synchronsprecher
Hape Kerkeling hat viele Talente und ist inzwischen auch als Synchronsprecher eine feste Größe. Seine prominentesten Arbeiten auf diesem Feld: Er wirkte bei der "Kung Fu Panda"-Reihe mit und ist außerdem die deutsche Stimme von Schneemann Olaf, den man aus Disneys "Eiskönigin"-Filmen kennt.
© Luca Teuchmann/WireImage/Getty ImagesHape Kerkeling in der Hörbuch-Version
Nach "Ich bin dann mal weg" war verständlicherweise nicht Schluss mit Kerkelings Autoren-Karriere. 2014 veröffentlichte er die Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft". Das dazugehörige Hörbuch wurde inzwischen mit Dreifach-Gold ausgezeichnet, auch hier gab es eine Kino-Adaption (2018).
© Tomas Rodriguez/Corbis/Getty ImagesZurück ins Rampenlicht
Anlässlich seines 50. Geburtstags zog sich Hape Kerkeling 2014 weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück, inzwischen ist er wieder da. Nachdem er 2021 im Film "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" zu sehen war, folgten bald weitere Projekte. Zum Beispiel das Buch "Pfoten vom Tisch!" sowie das Reisemagazin "Hape und die 7 Zwergstaaten". Und dann, natürlich, die Musik ...
© Susie Knoll"Mal unter uns ..."
"Mal unter uns ..." heißt die 2021 veröffentlichte Platte, die er als "das persönlichste Album meines Lebens" beschrieb. Auf dem Langspieler interpretierte Kerkeling niederländische Schlager-Klassiker mit eigenen neuen Texten. In den deutschen Charts landete das Album auf Platz 16, immerhin.
© Susie KnollHorst Schlämmer sucht das Glück
Am 27. März kehrt Hape Kerkelings Paraderolle des Horst Schlämmer auf die Leinwand zurück. In "Horst Schlämmer sucht das Glück" (Bild, Kerkeling mit Meltem Kaptan) begibt sich der stellvertretende Redakteur des "Grevenbroichers Anzeigers" auf große Deutschlandreise. Nach der Corona-Pandemie will er herausfinden, ob Menschen hierzulande noch etwas zu lachen haben. Eine Mammutaufgabe, zumal eine Begegnung mit dem notorischen Griesgram die wenigsten glücklich stimmt.
© Leonine/Sandra Hoever