Bares für Rares
Ein ungewöhnliches Objekt bekam das "Bares für Rares"-Händlerteam mit diesem Relief zu sehen. Das erinnerte zwar an den Friedhof, doch die Begeisterung stieg mit jedem Gebot ...
© ZDFBares für Rares
Bei der massiven Bronze-Reliefplatte drängte sich Horst Lichter die Frage auf: "Wo habt ihr dieses wirklich beeindruckende Objekt her?" Die Antwort von Jessica aus Solingen, die von Sohn Robin begleitet wurde, kam überraschend: "Das hing bei meiner Omi immer in der Wohnung."
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Da musste Lichter nochmal nachhaken: "Jetzt ohne Quatsch! In der Wohnung?" Jessica nickte: "Ohne Quatsch, ja. Die hatten eine Einliegerwohnung, und da stand das auf einem Holzpodest drauf."
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"Colmar, was haben wir denn da überhaupt?", fragte der irritierte Moderator den Experten Colmar Schulte-Goltz. Der fand die Aufbewahrung in der Wohnung ebenfalls eigenartig: "Ich bin natürlich jetzt ganz neugierig, ob sie noch mehr Legende haben zu dem Stück, wie es die Großmutter kriegte."
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Doch die Verkäuferin schüttelte den Kopf: "Leider nicht." Jede Info hätte Schulte-Goltz interessiert: "Verbindung zum Bildhauer oder so?" Leider nein. "Das hätte alles geholfen", musste sich der Experte nun selbst einen Reim darauf machen.
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"Denn dieses schöne, große Stück ist natürlich ein Relief, das uns eine ganz besondere Welt erschließt, eigentlich die Welt des Jenseits und unsere Vorstellung, wie wir denn am besten mit Liebe getragen werden", erklärte Schulte-Goltz die Darstellung des Kunstwerks.
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Links eine trauernde Frau, der Mann wendet sich der rechten Frau mit Engelsflügeln zu: "Das ist natürlich eine Geste des Abschiednehmens." Darunter stand der Bibelvers: "Wo du hingehst, gehe auch ich hin."
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Lichter hatte aufgrund der Inschrift eine Vermutung: "Nach deiner Erklärung könnte ich mir fast vorstellen, war das mal an einer Grabstelle." Der Experte stimmte zu: "Das denke ich auch."
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Der Gießereistempel verwies auf eine Düsseldorfer Gießerei, als Künstler hatte Joseph Hammerschmidt signiert. Die Herstellung schätzte der Experte auf die Zeit nach 1908, "wahrscheinlich für den Zusammenhang eines Grabmals".
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"2.000 Euro wären schön", meinte Jessica. Schulte-Goltz hielt das Relief "wegen des tragischen Motivs als nicht gut marktgängig", aber schätzte den Wert immerhin auf 1.500 bis 2.000 Euro. "Es wäre toll, wenn es in Düsseldorf eine neue Heimat findet."
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Julian Schmitz-Avila (r.) wusste schon beim ersten Blick: "Das Objekt kommt zukünftig an die Villa Lucia in Bad Breisig." Dafür musste er jedoch tief in die Tasche greifen, denn das Kaufinteresse war groß.
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"Ist das vom Friedhof?", wollte Walter Lehnertz (l.) wissen. Das schreckte Schmitz-Avila nicht ab: "Schöner Grabschmuck ist wirklich was Tolles." Fabian Kahl (4.v.l.) dachte gar an "Friedhofs-Romantik".
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Die Gebote gingen reihum, doch Schmitz-Avila ließ sich nicht abschütteln. Am Ende blätterte er 4.200 Euro auf den Tisch - zur großen Freude der Verkäuferin. "Das ist wirklich ein Highlight", seufzte Anaisio Guedes über die verpasste Chance. "Und ein Unikat", fügte Lehnertz hinzu.
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Ebenfalls verkauft wurde die bespielte "Polly Pocket"-Sammlung aus den 1990er Jahren, deren Wert bei 250 bis 300 Euro lag.
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"Haben die jetzt ein Revival?", fragte sich Julian Schmitz-Avila angesichts des bunten Spielzeugs. Liza Kielon (r.) war jedoch begeistert und zahlte 100 Euro.
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Das silberne Weihrauchschiffchen aus der Zeit um 1680 mit Gravur der Braunschweiger Adelsfamilie von Bucholtz war 600 bis 800 Euro wert.
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Die Gebote stiegen schnell, und so gab Fabian Kahl am Ende sogar 1.050 Euro aus.
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Die Stabbrosche mit Diamanten und Smaragden aus der Zeit um 1910 oder 1920 schätzte die Expertin auf 700 bis 800 Euro.
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Broschen-Fan Anaisio Guedes (r.) wollte das Schmuckstück gerne haben, doch Fabian Kahl gab mit 760 Euro das höchste Gebot ab.
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Die Flasche mit Pelikan-Tinte aus der Zeit zwischen 1898 und 1910 wurde auf 100 Euro geschätzt.
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Walter Lehnertz kaufte die Flasche für 80 Euro: "Ich suche mir einen, der noch mit Tinte schreibt."
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