"Poldi"

Lukas Podolski gibt in sehr privater Netflix-Doku Straftaten zu: "Geklaut, eingebrochen ..."

04.06.2026 von SWYRL/Gianluca Reucher

Lukas Podolski hat in seiner Netflix-Doku "Poldi" einen sehr privaten Einblick in sein Leben gewährt. Darin berichtet er unter anderem von Straftaten in seiner Jugend - und auch über Beziehungsprobleme mit seiner Frau Monika, die sich dazu erstmals öffentlich zu Wort meldet.

Die meisten Fußball-Dokus, die derzeit bei den Streamingdiensten laufen, seien "alle so dasselbe" und "immer ein bisschen langweilig", findet er. Daher hat Lukas Podolski für sein eigenes Netflix-Porträt eine etwas andere Vorstellung. Der 130-fache deutsche Nationalspieler möchte vor allem Leute zu Wort kommen lassen, "die etwas mit mir auch zu tun haben", stellt er von Beginn an klar. Und so plaudern in dem 90-minütigen Film "Poldi", der seit Donnerstag, 4. Juni, und damit seinem 41. Geburtstag, bei Netflix online ist, vor allem Freunde und Familie aus dem Nähkästchen.

Zwar äußern sich durchaus auch seine fußballerischen Weggefährten in der Doku wie der ehemalige Bundestrainer Jogi Löw sowie seine früheren Mitspieler Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller - doch im Fokus stehen ganz klar sehr private Einblicke in das Leben und die Vergangenheit der Person Lukas Podolski. Einer, der sowohl den privaten als auch den fußballerischen Weg des Weltmeisters von 2014 begleitet hat, ist Lukas Sinkiewicz.

Dieser war nicht nur zusammen mit Poldi viele Jahre für den 1. FC Köln und die deutsche Nationalmannschaft aktiv, sondern auch ein Freund seit Kindheitstagen. Schon auf dem Bolzplatz "hatten alle Angst vor seinem Schuss", erzählt Sinkiewicz über Poldi: "Das war seine Waffe." Generell sei der Fußball immer überall dabei gewesen, "sogar in der Badewanne", wie seine Oma berichtet. Da kann auch der Rest der Familie nur amüsiert zustimmen.

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"Wer schläft, verliert"

Als es im Alter von zehn Jahren schließlich in die Jugend des 1. FC Köln ging, habe er dem Bolzplatz weiterhin die Treue gehalten. Wenn am Sonntag um elf Uhr ein Spiel war, habe er am Nachmittag schon wieder auf dem Bolzplatz gestanden, erzählt Poldi. Allerdings habe er in dem Alter auch viele Dummheiten gemacht, wie er zugibt. "Sachen geklaut. Eingebrochen mit meinen Jungs, irgendwo mal ein Lager. Tickets verkaufen auf dem Schwarzmarkt damals", berichtet er in der Doku von kriminellen Aktivitäten.

Auch Lukas Sinkiewicz erinnert sich, dass sie damals als Jugendspieler vom 1. FC Köln immer Freikarten bekommen und diese dann auf dem Schwarzmarkt verkauft hätten. "Poldi war immer knallhart am Verhandeln", sagt Sinkiewicz und Poldi bestätigt: "Da kam einiges dabei raus." Ein cleverer Geschäftsmann war der heute erfolgreiche Unternehmer offenbar schon als Kind.

Inzwischen gehört Lukas Podolski eine Eisdiele, ein Dönerimbiss, ein Modelabel sowie ein eigenes Musikfestival. Da kommt in der Doku recht schnell die Frage auf, wie der Fußball-Star, der erst in diesem Sommer seine Karriere bei Górnik Zabrze in Polen beendet hat, das alles neben dem Profi-Dasein überhaupt geschafft hat. "Wer schläft, verliert", sagt Poldi selbst in der Doku dazu. Allerdings wird auch deutlich, dass sein Familienleben unter diesem Lifestyle durchaus zu leiden hatte.

Poldis Frau Monika spricht erstmals über Beziehungsprobleme: "Er hat einfach so weitergemacht"

Gerade nach seinem Wechsel zum FC Bayern München habe Poldi "viel geweint", sagt er. Denn in der Zeit kam sein Sohn Louis zur Welt, für den er wegen seiner Karriere oft nicht da sein konnte. Erstmals spricht auch seine sich sonst aus der Öffentlichkeit zurückhaltende Ehefrau Monika Podolski in der Doku über die Probleme. "Er hat nicht egoistisch gehandelt, aber auch nicht anders. Er hat einfach so weitergemacht wie bisher", erzählt sie über die Zeit kurz nach der Geburt ihres gemeinsamen Kindes. "Er war vielleicht zweimal die Woche zu Hause, und ich war alleine mit dem Kind."

Wenig später, nach der Rückkehr zum 1. FC Köln, wurde es Monika zu viel, schildert sie. Poldi erinnert sich: "Es gab Momente in Köln, wo wir ein paar Wochen nicht miteinander gesprochen haben, wo wir uns gestritten haben, wo wir ein paar Wochen auch mal nicht zusammen waren." Das Paar habe sich damals viele Gedanken gemacht, dann aber auch wieder zusammengerauft. Monika und Lukas Podolski kennen sich bereits seit ihrer Jugend, haben im Jahr 2011 geheiratet. Mittlerweile leben sie in Polen und haben neben ihrem Sohn Louis auch noch zwei gemeinsame Töchter.

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