27.02.2026 von SWYRL
Bei "Markus Lanz" wurde die Debatte um ein mögliches AfD-Verbotsverfahren hitzig, als Schriftsteller Harald Martenstein sich entschieden gegen historische Vergleiche wehrte. Dabei warf er Journalistin Melanie Amann vor: "Ihre Trumpfkarte ist immer wieder die Gleichsetzung mit der Nazi-Zeit."
Bei "Markus Lanz" fand CDU-Politiker Paul Ziemiak deutliche Worte, als es um die Politik der AfD ging. Er warnte: "Die AfD wird dazu führen, dass unsere Wirtschaft den Bach runtergeht." Sein Fazit? "Diese Partei ist gefährlich - nicht nur für unser Land, sondern für Europa." Schriftsteller Harald Martenstein sprach sich hingegen klar gegen ein Parteiverbot aus und sagte mit ernster Miene: "Die Gleichsetzung der AfD mit der NSDAP, (...) das ist historischer Unsinn." Als Journalistin Melanie Amann dagegen hielt, mahnte Martenstein: "Wenn man gegen das Verbot einer Partei ist, bedeutet das nicht gleichzeitig eine Liebeserklärung an diese Partei. Ich bin mit sehr vielen Parteien unzufrieden, die ich nicht verboten sehen möchte. Und die Rechte gehört zum politischen Spektrum seit Anbeginn der Demokratie."
Er wetterte weiter: "Ihre Trumpfkarte ist immer wieder die Gleichsetzung mit der Nazi-Zeit und das ist historisch vollkommen falsch." Amann wies dies entschieden zurück: "Das habe ich nicht getan! (...) Ich habe hergeleitet, woher die Idee des Parteiverbotsverfahrens kommt." Sie ergänzte energisch: "Alleine, weil ich sage, es ist ein legitimes Instrument, ein Parteiverbotsverfahren zu haben, (...) heißt nicht, dass ich sage, ich will ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD. (...) Das will ich nämlich nicht!" Paul Ziemiak blieb derweil bei seiner ursprünglichen Bewertung und sagte: "Egal, ob man so ein Verfahren anstrebt oder nicht: die Politik der AfD halte ich für gefährlich für unser Land."
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