Twitch gehackt

Einnahmen und Quellcodes erbeutet: Twitch-Leak stellt Amazon und Streaming-Stars bloß

06.10.2021 von SWYRL

Twitch hat ein massives Datenleck: Im Netz haben Unbekannte unter anderem den Quellcode der Video-Plattform und die Einnahmen der Streamer in den letzten zwei Jahren veröffentlicht. Den Hackern geht es demnach um "Wettbewerbsförderung".

Amazon-Boss Jeff Bezos habe fast eine Milliarde Dollar für Twitch gezahlt, "wir geben es Euch kostenlos!" Mit diesen Worten haben Unbekannte ein gewaltiges Datenpaket im Internet veröffentlicht, das die Video-Plattform Twitch, ihre Content Creator und die User bloßstellt: "Die Community ist eine giftige Jauchegrube" Der Leak sei laut Begleitschreiben in einem Online-Forum als gezielte Störung und Versuch zu verstehen, den Wettbewerb im Streaming-Markt zu fördern.

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So viel verdienen die deutschen Streaming-Stars

Die über 100 Gigabyte, offenbar nur ein Vorgeschmack auf weitere Enthüllungen, enthalten Analysen durch Dritte zufolge den Quellcode der Mobil-, Desktop- und Konsolen-Apps von Twitch.tv, diverse Tools sowie die Einnahmen aller Creator von August 2019 bis heute. Pikant sind diesbezüglich vor allem die Einnahmen der Top-Stars. Demnach habe Deutschlands größter Streamer, MontanaBlack88 alias Marcel Eris, zwischen August 2019 und Oktober 2021 (vor Steuern) etwa 2,3 Millionen US-Dollar verdient. Ebenfalls mehr als zwei Millionen Dollar nahm den Daten zufolge auch Jens "Knossi" Knossalla ein. Kein Vergleich übrigens mit dem auf "Dungeons & Dragons" spezialistierten Kanal CriticalRole, der diese Liste mit gut 9,6 Millionen US-Dollar anführt.

Daten von Streamern bestätigt, geplanter Steam-Konkurrent offenbart

Über die Echtheit der veröffentlichten Daten bestehen derweil nur noch wenig Zweifel: Twitch bestätigte den Diebstahl und versucht derzeit, die enormen Ausmaße nachzuvollziehen. Auch diverse Twitcher, wie etwa der Betreiber des Gaming-Kanals "tehMorag" oder "Fortnite"-Streamer BBG Calc bestätigten via Twitter oder gegenüber Medien wie der BBC, dass die Gehaltsliste "zu 100 Prozent korrekt" sei.

Weil in den erbeuteten Daten auch verschlüsselte Passwörter der Nutzer enthalten sind, wird empfohlen, die Zugangsdaten auf der Plattform schnellstmöglich zu ändern.

Nicht minder brisant: Eine erbeutete ZIP-Datei mit dem Codenamen "Vapour" soll den Quellcode für eine Alternative zur beliebten Vertriebsplattform Steam enthalten, die von Amazon Game Studios entwickelt wird.

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