Bares für Rares
"Oh! Handschuhe! Das ist ein edles Schriftstück", erkannte Horst Lichter in der Freitagsausgabe seiner ZDF-Trödelshow die Wichtigkeit der auf den ersten Blick unscheinbar wirkenden Karte. Noch ahnte er nicht, welch berühmten Namen der "Bares für Rares"-Verkäufer gleich nennen würde ...
© ZDFBares für Rares
"Was haben wir denn da Schönes?", fragte Lichter den Experten Detlev Kümmel. "Wir haben eine Signatur, eine Speisekarte", begann Kümmel. Da horchte der leidenschaftliche Koch Horst Lichter auf: "Was gab es denn Leckeres?" Kümmel deutete an: "Leckere französische Raffinessen."
© ZDFBares für Rares
Genaueres konnte Sepp aus Brunnen am Vierwaldstättersee erzählen: "Ich war Küchenchef und Gastronom." Lichter schlussfolgerte: "Dann hast du das Essen hier gekocht?"
© ZDFBares für Rares
Der Verkäufer bestätigte: "Da hatte ich das Vergnügen und durfte für Andy Warhol und andere Gäste dieses Menü kochen." Bei dem Namen zuckte Horst Lichter vor Ehrfurcht zusammen: "Wow! Was hast du denn da Leckeres gekocht?"
© ZDFBares für Rares
Kümmel las vor: "Gänsestopfleber, Ochsenschwanzsuppe, danach gab es dann Kalb, zum Schluss gab es dann die Käseplatte, und danach gab es dann noch ein Soufflé mit heißen Früchten." Bei Lichter meldete sich ein Hüngerchen: "Ich würde das jetzt essen."
© ZDFBares für Rares
Doch es ging ja um die Signatur. "Nach dem Essen wurde ich in den Speisesaal gebeten", erzählte Sepp. "Und da hat mich jemand gefragt: Möchten Sie ein Autogramm von Andy Warhol?" Da sagte Sepp nicht nein. "Mit dem grünen Kugelschreiber hat er dann dieses Kunstwerk vollbracht."
© ZDFBares für Rares
Das Dinner fand am 24. Mai 1978 statt, zwei Tage vor Ausstellungsbeginn des Pop-Art-Künstlers in Zürich. "Andy Warhol ist nun mal eine Weltgröße in der Kunst", betonte Lichter. Kümmel fügte hinzu: "Er war damals schon eine Ikone" - und heute noch immer. "Von daher ist er schon eine der Größen überhaupt."
© ZDFBares für Rares
Die persönliche Widmung, die künstlerische Umrahmung des Wortes "Diner" sowie die Unterschrift machten aus der Speisekarte ein Unikat. "Es scheint ihm geschmeckt zu haben", meinte Kümmel. Außerdem bestätigte er die Echtheit: "Es ist definitiv eine Handsignatur."
© ZDFBares für Rares
Sepp gab seinen Wunschpreis an: "Ein echter Warhol - 400 Euro?" Detlev Kümmel bewerte die Karte als "Zeichnung" und schätzte den Wert sogar auf 600 bis 700 Euro.
© ZDFBares für Rares
"Wir sind ganz, ganz angetan und finden das sehr spannend", bekundete Daniel Meyer im Namen aller Händlerinnen und Händler Kaufinteresse. "Ich glaube, dass es ein Bietergefecht gibt", kündigte Wolfgang Pauritsch (rechts) an. Genauso kam es.
© ZDFBares für Rares
"Es ist ja fast ein Porträt", meinte Meyer (rechts), in der grünen Strichführung das Profil des Verkäufers zu erkennen. Das Startgebot von 250 Euro stieg rasant nach oben. Bald wurde die 1.000-Euro-Schwelle überschritten.
© ZDFBares für Rares
Und es ging noch weiter. "Verkaufen Sie mir diese schöne Diner-Karte für 1.800 Euro?", machte Meyer das höchste Gebot und bekam den Zuschlag. Sepp strahlte: "Boah, ich bin echt überrascht! 400 Euro habe ich erwartet, 1.800 Euro sind es geworden - kaum zu glauben!"
© ZDFBares für Rares
Ebenfalls verkauft wurde der versilberte Champagnerkühler von Christofle nach dem Design von Luc Lanel für den Luxusdampfer "Normandie" aus dem Jahr 1935 mit einem Schätzwert von 1.200 bis 1.500 Euro.
© ZDFBares für Rares
Das Kaufinteresse war groß, doch nur Elke Velten ließ sich auf den vierstelligen Betrag von 1.000 Euro hochhandeln.
© ZDFBares für Rares
Die vergoldete Modell-Dampflokomotive der L-S LOC AG aus den 1980er-Jahren wurde mit 400 bis 500 Euro bewertet.
© ZDFBares für Rares
Für 420 Euro schnappte sich Sarah Schreiber die Rarität: "Hätte ich jetzt auch nicht gedacht, eine goldene Eisenbahn."
© ZDFBares für Rares
Das handgearbeitete Perlen-Oberteil von Loris Azzaro aus der Zeit zwischen 1970 und 1972 hatte einen Schätzwert von 900 bis 1.200 Euro.
© ZDFBares für Rares
"Das ist ein Oberteil von Michael Jackson!", meinte Jan Cizek (links). Immerhin trug Tina Turner mal ein ähnliches. Doch ohne Starnachweis war die Verkäuferin schon mit 500 Euro von Elke Velten zufrieden.
© ZDFBares für Rares
Die Brosche aus der Zeit zwischen 1900 und 1915 hatte einen Wert von 100 bis 150 Euro. Da die Verkäuferin im Auftrag ihrer Tante kam und 300 Euro mitbringen sollte, entschied sie: "Dann kommt es wieder mit nach Hause."
© ZDFBares für Rares
Das Uhrengehäuse aus Wiener Fayence von Goldscheider nach einem Entwurf aus der Zeit zwischen 1901 und 1902 wurde auf 600 bis 800 Euro geschätzt.
© ZDFBares für Rares
Wolfgang Pauritsch erkannte sofort, dass es sich bei der Figur um Clio handelte, und kaufte die Rarität für 800 Euro.
© ZDF