14.03.2026 von SWYRL
Mit dem Tanzfilm "Billy Elliot - I Will Dance" wurde Jamie Bell schlagartig berühmt. Seither spielte er viele Rollen, viele davon extreme Charaktere in extremen Filmen. Nun wird er 40.
14 Jahre alt war Jamie Bell gerademal, als er mit "Billy Elliot - I will Dance" über Nacht Weltruhm erlangte. Er spielte in dem Tanzfilm-Klassiker einen musisch begabten Jungen, der Balletttänzer werden will und sich bei der Erfüllung seines Traums über alle Widerstände hinweg schließlich in die Herzen der Zuschauer tanzt. Und mit ihm sein Hauptdarsteller Bell, der mit dem Film zum ersten Mal vor der Kamera stand. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.
Denn Bell ist wie Billy Elliot seinen Weg gegangen. Dem britischen Schauspieler, der am 14. März seinen 40. Geburtstag feiert, gelang mit dem preisgekrönten Film der Durchbruch. Seither tanzt er auf der großen Bühne des Filmgeschäfts. Einen Film nach dem anderen dreht er dabei nicht, was auf eine sorgsame Karriereplanung schließen lässt. Und: Von mancher Ausnahme abgesehen - "King Kong", "Fantastic Four" - ist das anspruchsvolle, unabhängige Kino sein bevorzugtes Terrain.
"Es ging mir darum, mit guten Filmemachern zusammenzuarbeiten, auch wenn das bedeutete, kleinere Rollen anzunehmen". sagte Bell einmal dem Magazin "Gentleman's Journal". "Gute Filmemacher", das sind Regisseur vom Kaliber wie Clint Eastwood, mit dem Bell 2006 den Kriegsfilm "Flags of Our Fathers" drehte. Oder Doug Limen - mit ihm machte er den Sci-Fi-Actioner "Jumper" (2008). Oder Cary Joji Fukunaga, der Bell für die Brontë-Verfilmung "Jane Eyre" (2011) besetzte.
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Jamie Bell: Mann für extreme Charaktere
Und von den "kleinen Rollen" war so manche harter Tobak. Bell sucht gerne und findet die extremen Charaktere oder solche in Extremsituationen. Wie den Neo-Nazi in der Filmbiografie "Skin" (2018). Oder den Elitesoldaten in dem Thriller "6 Days" (2017), der mit seiner Einheit 1980 der Geiselnahme durch Terroristen in der Londoner iranischen Botschaft ein Ende bereiten soll. Und nicht zuletzt seine wohl gewagteste Rolle: der Sadist K in Lars von Triers Skandalfilm "Nymphomaniac" (2013).
"Im Film wie im Leben braucht jeder Schauspieler - eigentlich jeder Mensch - die Herausforderung des Unbehagens", sagte Bell einmal. "Sie ist es, die letztendlich das Adrenalin in Wallung bringt, damit wir uns beweisen können." Adrenalin und Unbehagen wird der Charakterdarsteller auch am Set der Apple-Serie "Shining Girls" (2018) zur Genüge gespürt haben, wo er einen psychopathischen Serienkiller spielte. Als Schauspieler, so wieder Bell, "sucht man nach etwas, das sich von einem selbst unterscheidet."
Zuletzt hat sich Bell etwas rarer gemacht, seine letzten Rollen spielte er in dem märchenhaften Liebesdrama "All of Us Strangers" (2023) von Andrew Haigh und der britischen Serie "DI Ray" (2022-2024). Vielleicht ist seine Familie der Grund für die kreative Zurückhaltung. Immerhin hat Bell drei Kinder, das älteste mit der Schauspielerin Rachel Evan Wood, die jüngeren mit seiner aktuellen Ehefrau Kate Mara. Vater dreier Kinder, auch das eine anspruchsvolle Rolle - noch dazu eine mit einer gehörigen Portion Adrenalin.



