Bares für Rares
Die "Bares für Rares"-Woche begann mit einem alten, leuchtenden Werbeschild für amerikanisches Bier, wie Experte Sven Deutschmanek Gastgeber Horst Lichter erklärte. Der Moderator fand allerdings: "Sieht aus wie eine Limo-Werbung."
© ZDFBares für Rares
"Ich habe dieses Teil vor etwa 40 Jahren von einem ehemaligen amerikanischen Armeeangehörigen erworben, sagen wir mal", erzählte Verkäufer Joachim. "Im Rahmen, dass man eine Tasse Bier getrunken hat. Der wollte wieder nach Hause und das sollte hier bleiben", schilderte er weiter und brachte Lichter zum Schmunzeln.
© ZDFBares für Rares
Die Brauerei Coors, die mit dem Schild Werbung für ihr Light-Bier machte, hat eine deutsche Vergangenheit, erklärte Deutschmanek. Der deutsche Auswanderer Adolph Coors war Brauer und hat die Brauerei 1873 gegründet, wusste der Experte. "Das ist eine sehr erfolgreiche Brauerei gewesen, gibt's auch nach wie vor noch."
© ZDFBares für Rares
Der Experte zeigte auf den Schriftzug im oberen Teil der Reklame. Der weist auf eine Besonderheit des Biers hin: "Hier oben steht es auch drauf: Gebraut mit purem Rocky-Mountain-Quellwasser." Passend dazu ist "das Motiv mit dem Wasserfall aus den Rocky Mountains".
© ZDFBares für Rares
Lichter stellte schon beim ersten Anblick des Schildes fest, "dass man den Anschein erweckt", als ob es sich um eine Reklame aus Metall und Glas handelt. Jedoch wurde für die Werbung Kunststoff "einfach in Form gegossen, dann wurde es bedruckt". Auch der Rahmen sei aus Kunststoff, erklärte Deutschmanek.
© ZDFBares für Rares
Nachdem sie sich bei "Bares für Rares" beworben hatten, ging die originale Beleuchtung kaputt, gab Joachim zu. Deshalb habe er die Leuchtstoffröhre durch LED-Stäbe ersetzt. "Eine neue Röhre gibt es offiziell eigentlich nicht mehr, es sei denn, man fährt nach USA-Land, irgendwo in den Rocky Mountains", wusste der Verkäufer.
© ZDFBares für Rares
Der Experte fand das "gar nicht schlimm": "Das ist auch energiesparender mit dem LED." Die alte Verkabelung auf der Rückseite würde Deutschmanek jedoch "vielleicht sogar" entfernen: "Dann kommt niemand auf die Idee, da was anderes wieder reinzumachen."
© ZDFBares für Rares
Die Bierwerbung wurde Ende der 70er- oder Anfang der 80er-Jahre von der Firma Perma Light hergestellt, wusste der Experte. Zwar erkannte er einige Abnutzungen, doch den Zustand fand der Experte "ganz gut". Er schätzte den Wert auf 150 bis 200 Euro und war sich dabei mit den Verkäufern einig, die auf 200 Euro hofften.
© ZDFBares für Rares
Walter "Waldi" Lehnertz und Jos van Katwijk waren sofort an der Leuchtreklame interessiert und sahen sie sich genau an. Elisabeth Nüdling gab indes zu, "noch nie" etwas von der Marke Coors gehört zu haben.
© ZDFBares für Rares
Auch unter den Händlern war die neue Beleuchtung ein Thema. Dass die originalen Röhren nur noch schwer zu bekommen sind, störte Waldi nicht: "Wir haben die Amis noch bei uns in Bitburg", erklärte er und plante schon: "Das werde ich mal testen, ob die die noch haben."
© ZDFBares für Rares
Lehnertz gab sein traditionelles 80-Euro-Erstgebot ab - "auch wenn es aus Plastik ist". Doch van Katwijk wollte das Schild ebenfalls ersteigern und so trieben die beiden Händler den Preis schnell nach oben. Bei 260 Euro merkte van Katwijk an: "Das wird schon ein bisschen eng." Sein Konkurrent blieb unbeeindruckt: "Ganz eng, aber das ist egal."
© ZDFBares für Rares
"Ich weiß schon, wo du hingehst", musste van Katwijk lachen, als Lehnertz noch einmal mehr bot - und legte selbst nach. "300. Mir macht das nichts", hatte jedoch Waldi mit dem Doppelten der Expertise das letzte Wort.
© ZDFBares für Rares
"Das soll sich ja auch gelohnt haben, dass dein Mann das Ding erobert hat", erklärte Waldi, als er Verkäuferin Angelika das Geld überreichte. Einen Kommentar in Richtung seines Händlerkollegen konnte er sich nicht verkneifen: "Sowas gehört in die Eifel und nicht nach Holland."
© ZDFBares für Rares
Oliver brachte einen Notenständer aus den 1870er-Jahren mit nach Puchheim. Für das Objekt aus Eichenholz erhoffte er sich 100 Euro. Expertin Dr. Bianca Berding schätzte den Wert allerdings deutlich höher: 400 bis 500 Euro.
© ZDFBares für Rares
Zwar hatte David Suppes "da auf jeden Fall ein Faible für", doch die Gebote für den Notenständer kamen nur schleppend. Oliver einigte sich schließlich mit Suppes auf 360 Euro. Er ist dennoch "glücklich", erklärte der Verkäufer.
© ZDFBares für Rares
Birgit und Claudia wollten eine Brosche und passende Ohrringe mit Mikromosaiken verkaufen und hofften auf 100 Euro. Expertin Dr. Rezepa-Zabel schätzte den Wert des Schmucksets, das Orte in Rom zeigt, auf 600 bis 700 Euro.
© ZDFBares für Rares
Vor allem Elisabeth Nüdling fand Gefallen an dem Schmuckset, doch an die Expertise kamen auch ihre Gebote nicht heran. Schließlich einigte sie sich mit den Verkäuferinnen auf 300 Euro. Die beiden Freundinnen waren froh, dass ihr Schmuck "in gute Hände kommt und nicht irgendwo bei uns im Schrank liegt".
© ZDFBares für Rares
Michael brachte im Auftrag seiner Frau ein Armband aus den 1960er-Jahren mit. Expertin Rezepa-Zabel taxierte das Schmuckstück aus 750er-Gold auf "höchstens" 8.500 Euro. Sie erkannte die beeindruckende Machart, doch im Händlerraum ist der aktuelle Goldpreis von 7.900 Euro entscheidender, wusste sie.
© ZDFBares für Rares
"Das ist wirklich eine Geldanlage", erkannte Nüdling im Händlerraum. Die Gebote kamen jedoch nur langsam. Den Zuschlag bekam schließlich Suppes für 7.800 Euro. Obwohl er damit hinter dem Goldpreis zurückblieb, war Michael mit dem erzielten Preis zufrieden.
© ZDFBares für Rares
Britta und Markus erhofften sich für zwei unvollständige Auto-Baukästen von Märklin 600 bis 650 Euro. Experte Deutschmanek schätzte den Wert für das Blechspielzeug aus den 1930er-Jahren trotz einiger Gebrauchsspuren auf 600 bis 700 Euro.
© ZDFBares für Rares
Im Händlerraum wurde jedoch weit weniger geboten. Dennoch wurde auch das letzte Objekt in der Montagsfolge von "Bares für Rares" verkauft. Mithilfe von Waldi wurden sich die Verkäufer mit van Katwijk einig. Der zahlte 380 Euro und freute sich "riesig".
© ZDF