Bares für Rares
"Ich bin gespannt, was es ist", schaute sich "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter fragend die zwei kleinen Fläschchen an. Die Auflösung überraschte ...
© ZDFBares für Rares
"Du hast hier was Verrücktes mitgebracht", begrüßte er André aus Saalfeld. "Was ist das?", wollte Lichter wissen. Andrés Antwort kam unerwartet: "Das ist ein kosmetisches Korrekturmittel für abstehende Ohren."
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Lichter fühlte sich veräppelt und schaute den Experten Detlev Kümmel an: "Echt?" Der kicherte nur und nickte. Drängte sich für Lichter die Frage auf: "Wo hast du das denn her?"
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André erzählte: "Wir haben uns ein Haus gekauft und den Dachboden entkernt. Da lag diese staubige Kiste in einer staubigen Ecke." Daraufhin las er die Anleitung durch: "Das war dann ein lustiger Abend." Ob das überhaupt eine Rarität war, wusste André selbst nicht.
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"Wobei, für die Menschen, die das haben, ist das ja nicht lustig", betonte Horst Lichter. Das Objekt an sich jedoch schon. "Ist das denn auf Basis einer wissenschaftlichen Abhandlung oder von einem Scharlatan?", fragte sich der Moderator angesichts der Gebrauchsanleitung.
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"Wir haben schon eine wissenschaftliche Grundlage", erklärte Kümmel die Anwendung. Mit einem Pinsel trug man die klebrige Flüssigkeit hinter dem Ohr auf. Dann kam die zweite Flüssigkeit drauf, um den Kleber zu härten, "und dann lege ich meine Ohren an und warte ein bisschen".
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"Im Prinzip werden die Ohren angeklebt", fasste Lichter zusammen. Der Firmenname A-O-BE bedeutete: "Abstehende Ohren Behandlung." Das Alter grenzte der Experte auf die Zeit zwischen 1948 und 1950 ein.
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"Ist sammelnswert, kurios", war Lichter gespannt auf den Schätzpreis. Ab fünf Euro aufwärts wäre André schon zufrieden. "Wenn man das irgendwo stehen hat, wird jeder Besucher mit dir darüber sehr lange Spaß haben", aber den Wert sah Detlev Kümmel eher bei einem Euro aufwärts.
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Spaß hatten die Händler auf jeden Fall. "Was ist das denn?", fragten sich alle. André ging realistisch in die Verhandlung: "Ich gehe davon aus, dass die Händler keine Bieterschlacht veranstalten werden."
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"Das ist ganz schön skurril", lachte Susanne Steiger. "Ich habe eine kosmetische Kuriosität mitgebracht", stellte André seine Rarität vor. Jos van Katwijk war begeistert: "Ich starte mit 30 Euro!" Dazu sagte André direkt Ja.
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"So etwas Verrücktes habe ich noch nie gekauft", lachte van Katwijk (zweiter von links). "Sehr skurril", gratulierte David Suppes. "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es für 30 Euro gekauft wird", freute sich der Verkäufer, der das Geld spenden wollte.
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Ebenfalls Anklang fand die Toiletten-Garnitur mit Gläsern, Bürsten und einem Spiegel aus den 1920er- oder 30er-Jahren und einem Schätzwert von 1.000 bis 1.200 Euro.
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Susanne Steiger gefiel das Set sehr gut, wurde jedoch von David Suppes mit 1.150 Euro überboten.
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Der Tafelaufsatz aus Silber in Form eines Segelschiffs aus den 1950er- oder 60er-Jahren hatte einen Wert von 1.700 bis 2.000 Euro.
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Benjamin Leo Leo bekam bei 1.750 Euro den Zuschlag und überlegte sich gleich einen Verwendungszweck: "Da kommt Meersalz rein."
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Das Gemälde von Otto Pippel aus den 1930er-Jahren zeigt den Blick vom Wallberg auf den Tegernsee und war 1.200 bis 1.500 Euro wert.
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Für 1.050 Euro bekam Roman Runkel (links) das Kunstwerk und David Suppes (zweiter von rechts) ein Beachvolleyball-Training mit dem Verkäufer.
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Das Jugendstil-Hängeschränkchen aus Buchenholz aus der Zeit zwischen 1900 und 1910 wurde auf 150 bis 200 Euro geschätzt.
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Benjamin Leo Leo sah das Schränkchen schon in seiner Küche hängen. Doch Roman Runkel schnappte es ihm für 200 Euro vor der Nase weg.
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Die beiden Kreuzanhänger, einer aus dem späten 19. Jahrhundert und einer aus der Zeit zwischen 1780 und 1820, hatten einen Gesamtwert von 1.200 bis 1.500 Euro.
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Susanne Steiger ließ sich auf die gewünschten 1.200 Euro ein, denn sie fand: "Ist auch schön zur Tracht."
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