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Als Deutschland den Rock revolutionierte

"Krautrock 1"
Ab den späten 60-ern hörte man plötzlich auch in London und Tokio Rock aus Deutschland. Der Dokumentarfilm "Krautrock 1" blickt auf die Bands, die von Köln, Düsseldorf und Hamburg aus die Welt eroberten.

Als vor wenigen Wochen Florian Schneider starb, war das der "Tagesschau" nicht mehr als einen kurzen Beitrag wert. In der internationalen Presse hingegen machte der Tod des Mitbegründers der legendären Band Kraftwerk deutlich mehr Schlagzeilen als hierzulande. Was wenig verwundert, schließlich schlugen die Wellen, die die Elektonik-Pioniere mit ihrer revolutionären Musik machten, im Ausland schon immer etwas höher als in der deutschen Heimat. Das war bei anderen Bands, wie etwa bei Can aus Köln, kaum anders. Der Name, unter dem man diese Musik, die von Deutschland aus in den späten 60er-Jahren die Welt eroberte, heute kennt, stammt denn auch aus Großbritannien. Der legendäre BBC-DJ John Peel soll es gewesen sein, der all die neuen Klänge aus Germany auf den Namen "Krautrock" taufte.

In einer dreiteiligen Doku-Reihe erzählen die Filmemacher Adele Schmidt und José Zegarra Holder nun die Geschichte des Krautrock nach. Der erste Teil, der nun ins Kino kommt, geht nach Köln, Düsseldorf und Hamburg, in jene Städte, die damals das Zentrum der neuen Musik waren. Zu Wort kommen in "Krautrock 1" Mitglieder und Weggefährten nicht nur von Kraftwerk und Can, sondern auch von den Politrockern Floh de Cologne und von den Experimentalisten von Neu! um Michael Rother und Klaus Dinger.

Zwei weitere Teile, die sich mit den Essener Songtagen des Jahren 1968 beziehungsweise mit Westberliner Prog-Rock-Bands beschäftigen, sollen in den nächsten Jahren folgen.