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Corona-Krise kostet Disney-Konzern bislang 1,4 Milliarden Dollar

Erste Quartalszahlen 2020
Der Disney-Konzern muss im ersten Quartal 2020 wegen der Corona-Krise einen Gewinneinbruch von 90 Prozent verkraften. Zumindest eine Sparte kann positive Zahlen vermelden. Der erste Themenpark soll bereits im Mai wieder öffnen.

Selbst die ganz Großen leiden unter der Pandemie: Dem Disney-Konzern brachen in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum 90 Prozent seines Gewinns ein. Wie das Unternehmen mitteilte, liegt dieser nur noch bei 460 Millionen Dollar. Obwohl sich die Corona-Krise erst gegen Ende des Quartals richtig auswirkte, litten Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts, Kreuzfahrten und Fanartikel-Shops bereits massiv unter den Einschränkungen.

So reichten bereits wenige Wochen aus, damit der Betriebsgewinn um fast 60 Prozent zurückging. Zwar sorgten die weiterhin boomenden TV- und Streaming-Angebote dafür, dass der Umsatz um 21 Prozent auf 18 Milliarden Dollar stieg. Allein der Streamingdienst Disney+ legte bei den Abonnenten zwischen Ende März und Anfang Mai von 35 auf 54,5 Millionen zu, hieß es bei Disney. Doch noch verursacht Disney+ hohe Kosten, sodass das Minus der Sparte mit 812 Millionen Dollar mehr als doppelt so hoch ausfiel wie im Vorjahr.

Mitte März musste Disney wegen der Corona-Pandemie die großen Themenparks in den USA schließen, einige Wochen zuvor ging bereits in den asiatischen Attraktionen nichts mehr - als erster Park war das Disney-Resort in Shanghai geschlossen worden. Dort soll es noch im Mai wieder losgehen, hofft das Management. Selbst die Filmsparte erzielte trotz Blockbustern wie "Die Eiskönigin 2" und "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" im ersten Quartal acht Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr. Insgesamt belaufe sich der Schaden durch die Pandemie laut Disney im ersten Quartal 2020 auf rund 1,4 Milliarden Dollar. "Die Covid-19-Pandemie hat beträchtliche Auswirkungen auf eine Reihe unserer Geschäfte", erklärte der neue Disney-Chef Bob Chapek. Er sei jedoch zuversichtlich, die Krise gut zu überstehen und gestärkt aus ihr hervorzugehen.