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Das sind die Highlights fürs Heimkino

Die besten Filme auf DVD und zum Streamen
Wohnzimmer statt Kinosaal: Hier kommen die Film-Highlights für daheim.

Immer mehr Filme erscheinen direkt fürs Heimkino - schuld ist die Corona-Krise. Auch der Thriller "The Rhythm Section", mit dem sich Blake Lively als weiblicher James Bond empfiehlt, kommt zu den VoD-Anbietern statt ins Kino. Außerdem in den Highlights fürs Heimkino: ein Drama aus Nordmazedonien und ein Film aus Island.

"The Rhythm Section - Zeit der Rache" (bei Amazon und Co. zum Leihen und Kaufen)

Bereits Anfang des Jahres lief "The Rhythm Section - Zeit der Rache" in den US-Kinos. Aufgrund der Corona-Krise erscheint der Thriller hierzulande direkt fürs Heimkino: Am 28. April steht der britische Film bei den großen Streaminganbietern zum Leihen und Kaufen bereit, für den Spätsommer ist eine Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray geplant.

"Gossip Girl"-Star Blake Lively spielt eine Frau namens Stephanie Patrick, deren Familie bei einem Terroranschlag getötet wird. Nachdem sie Jahre damit verbracht hat, sich ziellos in ihrem Kummer zu verlieren, stellt der ehemalige MI6-Agent Iain Boyd (Jude Law) ihr Leben plötzlich auf den Kopf. Durch ihn findet Stephanie eine neue Aufgabe: ihre Familie zu rächen! Regie bei dem actiongeladenen Thriller führte Emmy-Preisträgerin Reed Morano ("The Handmaid's Tale"), als Produzentin agierte Barbara Broccoli (James-Bond-Filme).

"Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" (auf DVD erhältlich)

Petrunya (Zorica Nusheva) ist 32, studierte Historikerin und arbeitslos. Vor allem aber ist sie: eine Frau. Genau das wird ihr als Vergehen ausgelegt. Sie hat es nämlich gewagt, bei einem lokalen Brauch in einen Fluss zu springen und nach einem geweihten Holzkreuz zu tauchen, das dem Finder ein Jahr lang Glück verspricht. Das dürfen eigentlich nur Männer, und die sind - vom Dorfproleten bis zum Pfarrer - in ihrer Ehre beleidigt.

"Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" hat etwas von realer Satire. Der nordmazedonische Film beruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt, wie sich die Heldin mit Ruhe und Klugheit aus der Umklammerung des Patriarchats befreit und genüsslich dabei zusieht, wie die ganzen Kerle zunehmend hilfloser werden und es am Ende mit der Angst zu tun bekommen.

"Milchkrieg in Dalsmynni" (auf DVD erhältlich)

Inga (Arndís Hrönn Egilsdóttir) und ihr Mann Reynir (Hinrik Ólafsson) betreiben eine Milchfarm in Island, die jedoch hoffnungslos verschuldet ist. Schuld daran ist die lokale Kooperative des Dorfes, in der alle Farmer Mitglieder sind. Ihre Mitglieder werden gezwungen, ihren Farmbedarf zu teilweise überteuerten Preisen zu erwerben und auch ihre Erzeugnisse nur an diese zu verkaufen. So ist ein ganzer Ort abhängig von einer Organisation, die man selbst geschaffen hat. Abweichler werden bestraft und erpresst, wie auch Ingas Mann, der eines Tages nach einem Termin beim Genossenschaftsvorsitzenden tödlich verunglückt - der titelgebende "Milchkrieg in Dalsmynni" beginnt.

Regisseur Grímur Hákonarson erzählt seine Geschichte äußerst gemächlich, Kameramann Mart Taniel hat sie in starren Einstellungen festgehalten, unterstützt von nur spärlich eingesetzter Filmmusik. "Milchkrieg in Dalsmynni" orientiert sich an isländischen Filmen wie "Sture Böcke" und "Gegen den Strom" - und zeichnet, auch wenn er an seine Vorbilder nicht ganz heranreicht, ein stimmiges Bild des modernen Island.