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Deutscher Filmpreis: "Systemsprenger" räumt ab

Lolas
Das gabe es noch nie: Eine Elfjährige gewann am Freitagabend einen Deutschen Filmpreis - für ihre Hauptrolle im Abräumerfilm "Systemsprenger".

"Systemsprenger" ist der große Gewinner beim diesjährigen Deutschen Filmpreis. Acht Lolas gingen an das Drama, das von einem verhaltensauffälligen jungen Mädchen erzählt. Ausgezeichnet wurde "Systemsprenger" als bester Film, auch die beiden Hauptdarsteller - Albrecht Schuch und die erste elfjährige Helena Zengel - wurden ausgezeichnet. Zengel, die zuletzt mit Tom Hanks drehte, wurde für ihre Darstellung bereits auf der Berlinale geehrt. Weitere Preise erhielt das Sozialdrama in den Kategorien Regie, Drehbuch, Tongestaltung, Schnitt sowie für die beste weibliche Nebenrolle (Gabriela Maria Schmeide).

Auch Burhan Qurbanis Neuinterpretation von "Berlin Alexanderplatz" gewann mehrere Lolas. Ausgezeichnet wurde unter anderem "Systemsprenger"-Hauptdarsteller Albrecht Schuch, diesmal für die beste Nebenrolle. Weitere Gewinner des Abends waren unter anderem der Dokumentarfilm "Born in Evin" und der Jugendfilm "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl". Bereits im Vorfeld stand der Gewinner in der Kategorie des besucherstärksten Films des Jahres fest: Der Preis ging erneut an Bora Dagtekin, diesmal für "Das perfekte Geheimnis". Dagtekin konnte in den vergangenen Jahren die Auszeichnung bereits mehrmals entgegennehmen, unter anderem für die drei "Fack ju Göhte"-Filme.

Die Lolas gelten als wichtigste deutsche Filmpreise und werden von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie vergeben. Aufgrund der Corona-Krise wurde in diesem Jahr auf eine feierliche Gala verzichtet.