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Der Gaming-Thron: Razer präsentiert den "Eracing Simulator"

Hardware-Kuriosität
Eine echte Alternative zum VR-Erlebnis im Cockpit eines virtuellen Racing-Boliden könnte der "eRacing Simulator" von Razer werden: Der Hydraulik-gestützte Sportsitz für Digi-Flitzer kommt mit Lenkrad, zwei Projektoren und eigener Leinwand.

Wer sich heute in digitale Welten beamen möchte, zieht eine VR-Brille auf. Aber interessante Lösungen zur Immersion-Steigerung gab es schon vor vielen Jahren. Zum Beispiel in der Spielhalle: Bereits in den 90-ern haben Coin-Op-Begeisterte Mega-Spielhallen wie das Londoner Trocadero-Center gestürmt, um sich dort in Arcade-Kabinen mit Hydraulik-gestützten Sitzmöbeln, Flight-Sticks oder Lenkrädern zu stürzen - näher dran sein am echten Fahr- oder Flug-Erlebnis ging nicht.

Dass es für diese Art von Spiele-Erlebnis - ganz ohne stereoskopische 3D-Darstellung und drückende, quetschende VR-Brille auf dem Kopf - noch immer einen Markt gibt, scheint Zubehör- und Hardware-Hersteller Razer zu glauben: So hat das Unternehmen bei der Elektronikmesse "CES" in Las Vegas gerade seinen "eRacing Simulator" vorgestellt. Und dieses Peripherie-Monstrum erinnert frappierend an die geschilderten Rennspiel-Automaten aus der Hochzeit der Arcades: Auch hier nimmt der Rennspieler in einem Sitz Platz, der dann - um die G-Kräfte zu simulieren - von hydraulischen Hebeln gehoben, geneigt oder gekippt wird, während er mit einem hochwertigen Lenkrad durch Schikanen schlittert oder gegen andere 3D-Boliden donnert.

Zwei Beamer für ein breites Blickfeld

Damit sich das Bild über ein stattliches Sichtfeld von 202 Grad erstrecken kann, wird es von zwei 1080p-Projektoren über dem Stuhl auf eine große, gebogene Leinwand direkt vor dem Spieler geworfen. Zum Vergleich: Herkömmliche 16:9-Monitore bilden bei Ego-perspektivischen Spielen typischerweise ein Sichtfeld von 85 bis 95 Grad ab.

Wie vielseitig sich die abenteuerliche Konstruktion am Ende gibt und ob sie jemals für den Durchschnitts-Gamer erschwinglich sein wird, ist fraglich: Aktuell befindet sich das Projekt "eRacing Simulator" noch in einer experimentellen Phase und soll vor allem bei eSports-Turnieren eingesetzt werden, für die man es auf bestimmte Spiele wie zum Beispiel "Project Cars" abstimmen will.