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Die alte Frau und ihre Bienen

"Land des Honigs"
Poetisches Kino aus Nordmazedonien: Der Dokumentarfilm "Land des Honigs" beobachtet den Alltag einer Imkerin.

Dass es Filme aus Nordmazedonien in die deutschen Kinos schaffen, ist selten. Dass das gleich zwei Filmen hintereinander gelingt, erst recht. Nur eine Woche nach dem Spielfilm "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" startet nun die gefeierte Dokumentation "Land des Honigs", und das mit ordentlich Vorschusslorbeeren: Das bildgewaltige Werk wurde beim Sundance Festival als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet und erst kürzlich für den Europäischen Filmpreis nominiert.

Die beiden Regisseure Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska beobachten in ihrem poetischen Film die Imkerin Hatidze, die sich in einem abgelegenen Dorf in Nordmazedonien um ihre Bienenvölker kümmert. Seit vielen Jahren schon entnimmt sie die Waben, um den wertvollen Honig auf dem Markt zu verkaufen. Eines Tages ändert sich das Leben von Hatidze, die auch ihre bettlägerige Mutter versorgen muss, drastisch: Auf dem Nachbargrundstück zieht eine Nomadenfamilie ein. Aus anfänglicher Freundschaft erwächst bald ein Konflikt, der das Leben in Hatidzes Dorf für immer verändern könnte. Denn das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur, das Hatidze so wichtig ist, gerät ins Wanken.