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Pessimismus war gestern

"But Beautiful"
Erwin Wagenhofer hat keine Lust mehr, alles nur in dunklen Farben zu malen: Nach Filmen über Leid und Elend blickt der Filmemacher in "But Beautiful" nun auf Menschen, die Hoffnung machen.

Der Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer ist ein Meister darin, all die Dinge aufzuzeigen, die falsch laufen in unserer Welt. In "We Feed The World" blickte er in die Abgründe der Lebensmittelindustrie, "Let's Make Money" beleuchtete die Machenschaften der weltweiten Finanzelite. Sein letzter Film, "Alphabet", zeigte auf, was bei unserem Bildungssystem im Argen liegt. Kein Wunder also, dass der Niederösterreicher nun das Bedürfnis verspürt hat, auch mal nach dem Guten im Menschen zu suchen.

"Ich habe keine Zeit mehr, Pessimist zu sein", lässt sich Wagenhofer in den Pressenotizen zu seinem neuen Film "But Beautiful" zitieren. Und so macht er sich auf, von Menschen zu erzählen, die Alternativen für sich gefunden haben - Alternativen zum ewigen Weiter-so, Menschen, die etwas verändern wollen. Etwa einen Österreicher, der die angeblich gesündesten Holzhäuser der Welt baut, oder zwei Berliner Akademiker, die auf La Palma unfruchtbares Ödland in ein Paradies verwandeln wollen. Auch der Dalai Lama kommt in "But Beautiful" zu Wort - Wagenhofer besucht ihn im indischen Dharamsala bei einer seiner Lehrveranstaltungen.