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"Wie ein Orgasmus": Geständnisse von Brad Pitt, Leo DiCaprio und Tarantino in Berlin

Premiere von "Once Upon A Time In ... Hollywood"
Hollywood-Glamour in der Hauptstadt: Meisterregisseur Quentin Tarantino stellte in Berlin gemeinsam mit den Hauptdarstellerin Brad Pitt und Leonardo DiCaprio seinen neunten Film vor.

Mit zwei Privatmaschinen und einer riesigen Entourage waren sie in Berlin gelandet: Quentin Tarantino sowie die Hauptdarsteller Brad Pitt, Leonardo DiCaprio und Margot Robbie stellten in der Hauptstadt "Once Upon A Time In ... Hollywood", den aktuellen Film des Meisterregisseurs, vor. Bei der Pressekonferenz gab sich Tarantino aufgeregt und begeistert wie immer: "Das war wie ein Orgasmus!", rief er angesichts der Tatsache aus, dass er in seiner 60er-Jahre-Film-Hommage (Kinostart: 15.8.) nach Western- und Kriegsgeschichten endlich wieder Rock'n'Roll einbauen durfte - etwa im Autoradio.

DiCaprio erzählte, dass er am liebsten 40er-Jahre-Swingmusik im Auto höre, Brad Pitt bevorzugt hingegen Comedy-Stand-Up, wie er verriet. Die Megastars, die in Tarantinos neuntem Film einen Schauspieler und dessen Stuntman im Jahre 1969 verkörpern, plauderten noch mehr aus dem Nähkästchen: Sein größtes Laster sei das Rauchen, gestand Pitt, während DiCaprio zugab, sich zu intensiv mit seiner Frisur zu beschäftigen. Tarantino offenbarte hingegen, bisweilen ausgiebig in der Nase zu bohren.

Doch nicht nur derlei interessante Banalitäten gaben die drei Megastars vor der Deutschlandpremiere preis, sondern auch ihre professionelle Sicht auf die Filmindustrie: "Mit den Streamingdiensten werden die ganzen großen Regie-, Schauspiel- und Drehbuch-Talente jetzt endlich gewürdigt", analysierte Brad Pitt, "und wir müssen uns den neuen Entwicklungen anpassen". Trotz der Kino-Krise: "Das gemeinsame filmische Erlebnis" werde es dennoch immer geben, gab sich DiCaprio optimistisch. Und Tarantino? Der will bei seinem Plan bleiben, nur zehn Filme in seiner Karriere zu drehen - möglicherweise als letzten sogar einen "Star Trek"-Film.

Dass sein nächstes Werk auch sein Karriereende bedeute- davon klang der Starregisseur in Berlin allerdings glücklicherweise nicht wirklich überzeugt.