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So lustig wie eine Wurzelbehandlung?

"Head Full of Honey"
Til Schweigers US-Debakel kommt nach Deutschland. Gezeigt wurde das Remake von "Honig im Kopf" der hiesigen Presse vorab nicht.

Hierzulande ein riesiger Erfolg, in den USA ein Reinfall: Mit dem US-Remake seines Hits "Honig im Kopf" landete Til Schweiger in den Staaten einen gigantischen Flop. Nur 11.000 Zuschauer wollten "Head Full of Honey" sehen, schon nach einer Woche verschwand der Film aus den Kinos. Schuld daran waren sicherlich auch die verheerenden Kritiken in der Presse. Als "desaströs" bezeichnet etwa die renommierte "New York Times" den Film. Der Plot sei bizarr, die Performances schrill, und beim Schnitt habe man das Gefühl, er entstamme einer Küchenmaschine. Und der "Observer" schrieb, der Film sei "so lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung".

In einem Interview mit "Bild" gab sich Schweiger anschließend sichtlich zerknirscht und bezeichnete das Desaster als "Tiefpunkt meines bisherigen künstlerischen Schaffens": "Es waren ja eigentlich nur drei Kritiken und nicht ganz Amerika. Trotzdem war es nicht schön", so der Filmemacher. Hierzulande wird "Head Full of Honey" der Presse nicht vor Kinostart gezeigt; bei der Europa-Premiere in Berlin dürfen Journalisten an den Roten Teppich, nicht aber in den Kinosaal.

Die Vorlage "Honig im Kopf" kam 2014 in die deutschen Kinos und wurde mit mehr als sieben Millionen Zuschauern zur erfolgreichsten Komödie des Jahres. Dieter Hallervorden spielte den an Alzheimer erkrankten Amadeus Rosenbach, der sich zusammen mit seiner Enkelin, verkörpert von Emma Schweiger, auf eine Reise nach Venedig begibt - an den Ort, an dem er seinerzeit die Flitterwochen mit seiner Frau verbracht hatte. In der US-Variante schlüpft nun Nick Nolte in die Hauptrolle, seine Tochter Sophie Lane ist als seine Enkelin zu sehen.