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Rosamunde Pilcher im Alter von 94 Jahren verstorben

Rosamunde Pilcher
Rosamunde Pilcher ist tot. Vor allem in Deutschland erfreute sich die Autorin seit Jahren außerordentlicher Beliebtheit.

Die Welt ist um eine Autoren-Legende ärmer: Die britische Schriftstellerin Rosamunde Pilcher ist im Alter von 94 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Ihr Sohn Robin Pilcher bestätigte die Information gegenüber dem "Guardian".

Pilchers Romane und deren zahlreiche ZDF-Verfilmungen genießen hierzulande Kultstatus. Ihren literarischen Durchbruch schaffte sie vor mehr als drei Jahrzehnten mit der Familiensaga "Die Muschelsucher" (1987, im Original "The Shell Seeker"). Die Erzählungen der Britin werden zumeist als Trivialliteratur angesehen, die "Welt" bezeichnete die Autorin einst als "Schnulzen-Königin" - dem Erfolg ihrer Romane tat dies allerdings keinen Abbruch. Rund 60 Millionen Bücher hatte Pilcher im Laufe ihres Lebens verkauft. Damit galt sie als eine der erfolgreichsten Autorinnen der Gegenwart.

Mit durchschnittlich rund sieben Millionen Zuschauern zählen zudem die mittlerweile weit über hundert TV-Adaptionen (aktueller Stand: 144) der Pilcher-Romanzen zu den quotenstärksten Formaten im ZDF. Vor allem in Deutschland hat die Schriftstellerin eine große Fangemeinde. Gegenüber dem "Guardian" sagte Robin Pilcher, dass sich seine Mutter bis Weihnachten bei bester Gesundheit erfreut habe. Im neuen Jahr habe sie dann unter Bronchitis gelitten, wobei man davon ausging, dass sie wieder zu Kräften kommen würde. "Jedoch erlitt sie am vergangenen Sonntag einen Schlaganfall und erlangte nie wieder das Bewusstsein," so der Sohn der verstorbenen Autorin.