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Rentier in Gefahr

"Ailos Reise"
Bei diesem Film wird es einem warm ums Herz - obwohl er im kalten Lappland gedreht wurde: "Ailos Reise" begleitet ein kleines Rentier in seinen ersten Lebensjahren.

Nur noch vier wildlebende Rentierherden gibt es in Lappland. Der Mensch setzt den Tieren seit Jahren zu, nimmt ihnen den Lebensraum, während der Klimawandel ihnen die Nahrung raubt. Eine dieser Herden hat der Filmemacher Guillaume Maidatchevsky für seine Dokumentation "Ailos Reise" begleitet. Während eines Zeitraums von zwei Jahren, bei teils arktischen Temperaturen von minus 40 Grad, ist er den Tieren bei ihrer 500 Kilometer langen Wanderung durch den hohen Norden gefolgt.

Die Dokumentation erzählt vom kleinen Rentier Ailo, das sich schon von klein auf an die harten Bedingungen in der Wildnis Lapplands anpassen muss. Überall lauern Feinde: Wölfe, Polarfüchse - und natürlich der Mensch. Auf seine Mutter kann sich Ailo aber stets verlassen. Sie zeigt ihm, wie man in der Wildnis überlebt.

"Dieser Film führt uns in eine Welt, die verschwinden könnte, wenn nicht dringend etwas getan wird", sagt Regisseur Maidatchevsky. "Mir geht es immer darum, vor solchen Veränderungen zu warnen, wo immer auf der Welt ich auf solche magischen Orte stoße. Und Europas letzte Wildnis in Lappland ist ganz besonders vom Klimawandel bedroht."