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Trennung: "Detroit"-Macher Quantic Dream nicht mehr exklusiv an Sony gebunden

Quantic Cream
Bisher gehörten die interaktiven Filmspiele von Quantic Dream zu den Prestige-Titeln für Sony-Konsolen. Doch nach dem nur mäßig erfolgreichen "Detroit" trennen sich die langjährigen Exklusiv-Partner voneinander.

Große Überraschung aus der französischen Entwickler-Szene: Das für seine aufwendig produzierten Spiel-Filme bekannte Studio Quantic Dream rund um Gründer David Cage wird zum Multiplattform-Lieferanten. Damit endet eine zwölfjährige Exklusiv-Partnerschaft zwischen den Interactive-Movies-Spezialisten und Sony, die Quantic-Dream-Titel ausschließlich an PS3 und PS4 gebunden hatte.

Möglich wird dieser Schritt wohl durch eine neue Minderheiten-Beteiligung des chinesischen Kommunikations- und Internet-Riesen NetEase an dem Studio. Insider dagegen wissen: Sony ist mit der Quantic-Dream-Partnerschaft schon länger nicht mehr glücklich, weil das Studio seine Budgets und Terminpläne immer wieder um ein Vielfaches überzogen hat. Hinzu kommen Probleme mit dem als egozentrisch bekannten David Cage: Wegen dessen vermeintlichen Künstler-Allüren erreichte die Produktion von "Detroit: Become Human" eine geradezu rekordverdächtige Personalfluktuation.

Tatsächlich hat Sony durch seine Investition in das Studio vor allem für Prestige-Titel sorgen wollen, kommerziell einträglich war kein einziges der von Cage & Co. produzierten Spiele. Sogar das bekannte "Heavy Rain" schrieb rote Zahlen. Darum geisterten schon vor Abschluss der "Detroit"-Produktion Gerüchte durch die Games-Branche, nach denen sich Sony von dem langjährigen Partner trennen oder zumindest sein Engagement merklich zurückfahren wollte.