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US-Spiele-Branche setzt mehr Geld um als Kinofilme weltweit

Games-Wirtschaft
Nicht ganz so glamourös, aber lukrativer: Offenbar erwirtschaftete allein die US-Games-Branche 2018 mehr Geld als der weltweite Kinomarkt.

Vor einigen Tagen sorgte Streaming-Anbieter Netflix für Aufsehen, weil man zugab, sich mehr Sorgen um die Konkurrenz durch das Multiplayer-Spiel "Fortnite" als durch direkte Mitbewerber zu machen. Jetzt hat offenbar auch die klassische Filmbranche einen Grund, sich den Kopf über Spiele zu zerbrechen: Angaben des amerikanischen Games-Verbands ESA zufolge hat die US-Spiele-Branche 2018 43,8 Milliarden Dollar umgesetzt - mehr Geld, als Film-Fans im selben Jahr weltweit für Kinokarten ausgegeben haben. Das legt zumindest eine Erhebung der Marktforscher von Comscore nahe: Die geben an, der internationale Ticket-Verkauf 2018 wäre auf nur 41,7 Milliarden US-Dollar gekommen.

Diese Zahlen berücksichtigen allerdings nicht die weitere Verwertung der entsprechenden Filme, also den Verkauf als Blu-ray oder digitale Kopie sowie die Lizenz-Veräußerung an Netflix, Amazon Prime Video oder TV-Sender. Dass die Filmbranche neidisch auf die Umsätze der Games-Hersteller schielt, ist außerdem nichts Neues: Bereits seit den 90er-Jahren versuchen sich Filmanbieter daran, ein dauerhaftes Standbein im Games-Markt zu etablieren. Nicht umsonst sind Firmen wie Warner hier längst rege aktiv.