Like us

Blizzard outet "Overwatch"-Held Soldier 76 als homosexuell - und die Community tobt!

Overwatch
Mutiger Schritt oder völlig unnötig: Blizzard verriet, dass ein weiterer "Overwatch"-Held Soldier 76 homosexuell ist. In der Community ist daraufhin eine hitzige Diskussion entbrannt.

Immer wieder muss sich die Gaming-Community den Vorwurf gefallen lassen, ein Frauen-verachtender und homophober Haufen zu sein. Leider hat ein nicht unwesentlicher Teil der "Overwatch"-Community diesen Vorwurf just bestätigt: Die Fans von Blizzards gerade in eSports-Kreisen beliebtem Arena- und Multiplayer-Shooters regen sich darüber auf, dass der Hersteller eine der Figuren überraschend als homosexuell geoutet hat.

Obwohl die MOBA-Ballerei keine nennenswerte Story hat, bietet Blizzard mithilfe von Videos und nach Comic-Art präsentierten Kurzgeschichten immer wieder Einblicke in die Vergangenheit der Figuren. Und in einer davon - mit dem Titel "Bastet" - hat der maskierte Soldier 76 ein Gespräch mit Scharfschützin Ana, in dem es um den gemeinsamen Freund Vincent geht. Die Überraschung: Der inzwischen verheiratete Vincent hatte früher wohl ein Verhältnis mit "76", doch der hat sich schließlich gegen die Beziehung und stattdessen für seine Karriere als Weltenretter entschieden.

Nun mutmaßen viele Fans, dass hinter der Homosexualität der Figur lediglich die Absicht stecke, "Overwatch" für die queere Community interessanter oder zumindest politisch korrekter zu machen. Denn bisher hätte es keinerlei Hinweise darauf gegeben, dass der Charakter schwul sein könnte. Darum wird Blizzards Vorgehensweise mit der von "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling verglichen: Auch die hatte sich im Anschluss an ihre Roman-Reihe dafür entschieden, den Hogwarts-Direktor Albus Dumbledore zu outen, ohne seine sexuelle Ausrichtung in den Büchern auch nur anzudeuten.

Die Reaktionen der "Overwatch"-Fans könnten unterschiedlicher nicht sein: Viele finden das Outing "mutig" und "richtig", andere wettern: "Wann lernt Blizzard endlich, dass man ein Franchise zerstört, wenn man den Spielern diese Probleme aufzwingt?". Ein anderer (zitierbarer) Kritiker twitterte, dass er es ablehne, wenn "Social Justice Warriors alle schwul machen wollen".