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Oscarpreisträger Steve McQueen: "Ich erlebe jeden Tag Rassismus"

"Wir haben zwei Schritte zurückgemacht": In Großbritannien, beobachtet Oscarpreisträger Steve McQueen ("12 Years a Slave"), nimmt der Rassismus zu. Vor allem seit der Brexit-Abstimmung.

In seinem neuen Film "Widows - Tödliche Witwen" erzählt der britische Regisseur Steve McQueen vom unterschwelligen und oftmals offen zutagetretenden Rassismus in den USA. Im Interview mit dem "Guardian" sagt der Oscarpreisträger ("12 Years a Slave") nun, dass er in seiner Heimat selbst "jeden Tag" Rassismus erlebe, vor allem, seit der Brexit-Abstimmung: "Die Wölfe kommen im Schafspelz. Man muss damit umgehen. Man muss, sonst wird man verrückt."

Seine Mutter, erzählt McQueen, habe kürzlich beim Einkaufen die PIN-Nummer ihrer Kreditkarte vergessen. "Der Typ an der Kasse sagte zu ihr: 'In diesem Land haben die PIN-Nummern vier Ziffern!' - Am Tag vor dem Brexit hätte niemand auch nur daran gedacht, so etwas zu sagen." Heute dürfe man das offenbar: "Wir haben zwei Schritte zurückgemacht. Nationalismus spielt dabei natürlich eine Rolle."