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Gerechte Strafe? Wilderer muss in Haft "Bambi" schauen

Ein US-Richter greift bei einem chronischen Wilderer zu besonderen Mitteln: Der 29-Jährige muss zur Strafe "Bambi" schauen.

Vielleicht wird er so doch noch zu einem besseren Menschen: Ein Richter hat einen bis dato unbelehrbaren Wilderer im US-Bundesstaat Missouri zu einer ungewöhnlichen Strafe verurteilt. Zusätzlich zu seiner einjährigen Haftstrafe muss ein Mann, der jahrelang gewildert hatte, einmal pro Monat Disneys Zeichentrick-Klassiker "Bambi" anschauen.

Der 29-Jährige habe mit seinen Familienmitgliedern regelmäßig Jagd auf Hirsche gemacht. Nur die Köpfe der Tiere haben die Wilderer als Trophäen behalten, den Rest des Kadavers ließen sie einfach im Wald zurück. Bereits mehrfach sei der Mann bestraft worden, seine Jagdlizenz war er schon länger los. Nun muss es der Wilderer wohl auf die "harte" Tour lernen, was es für die Wildtiere bedeutet, wenn sie eines ihrer Familienmitglieder verlieren.

Der Zeichentrickklassiker "Bambi" erzählt die Geschichte eines jungen Hirschkalbs, dessen Mutter von einem Jäger erschossen wird. Wohl Millionen Kinder, aber auch Erwachsene wurden seit Veröffentlichung des Films im Jahr 1942 zu Tränen gerührt. Die Sterbeszene zählt nicht umsonst zu den "50 berühmtesten Filmtoden", die das Magazin "Total Film" im Jahr 2004 veröffentlichte. Der verurteilte Wilderer bestätigt seinerseits, dass die "Menschen im Allgemeinen" wohl zu Recht auf Platz 20 einer wenig rühmlichen Liste des American Film Institute gelandet sind: den 50 größten Schurken der Filmgeschichte.