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Die Kino- und Comic-Welt trauert: Marvel-Schöpfer Stan Lee ist tot

Spider-Man, die Fantastischen Vier, der unglaubliche Hulk, Iron Man oder die X-Men: Stan Lee galt als der Übervater der Marvel-Superhelden. Nun ist der Comicautor und Redakteur im Alter von 95 Jahren in Los Angeles gestorben.

"Ich dachte einst, was ich tue, sei nicht sehr wichtig", sagte Stan Lee 2014 der "Chicago Tribune". "Manche Menschen bauen Brücken oder forschen nach Heilmitteln. Und ich erfinde Geschichten über erfundene Menschen die außergewöhnliche, verrückte Sachen machen und Kostüme tragen." Doch mit diesen Geschichten bewegte Stan Lee Generationen von Comic-Lesern und Kinogängern. Nun ist die Comic-Ikone, die sich Figuren wie Spider-Man, Hulk, Iron Man oder Black Panther ausdachte, im Alter von 95 Jahren in Los Angeles gestorben. Das berichtet "The Hollywood Reporter" unter Berufung auf Familienkreise.

Stan Lee wurde 1922 als Stanley Martin Lieber in New York geboren und begann seine Karriere im zarten Alter von 17 Jahren. Sein Ziel: eine "Great American Novel" zu schreiben - einen Gesellschaftsroman für die Ewigkeit. Stattdessen heuerte er in den 40er-Jahren beim New Yorker Pulp- und Comic-Verlag Timely an, der später Atlas, dann Marvel heißen sollte, wo er beschämt von den Schmuddelheftchen unter dem Psyeudonym Stan Lee arbeite. In Zusammenarbeit mit Zeichnern wie Jack Kirby und Steve Ditko erschuf der Sohn rumänischer Immigranten Helden mit Ecken und Kanten, Fehlern und Problemen und revolutionierte so das Comic-Genre.

Später wurde er durch sein großes Engagement bei Comic-Conventions zu einer der wichtigsten Werbefiguren seines Unternehmens und half als Produzent, aus dem Comic-Imperium ein Comic-Film-Imperium zu machen. Dass er in fast jeder Marvel Film- und TV-Produktion einen Gastauftritt hatte, befeuerte den Personenkult um die Comic-Ikone.

Lee war 69 Jahre lang mit seiner Frau Joan verheiratet, die im Sommer 2017 verstarb. Die beiden waren Eltern einer Tochter, eine weitere starb kurz nach der Geburt.