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Sunshine

In fünfzig Jahren stirbt die Sonne – und mit ihr stirbt die Menschheit. Unsere letzte Hoffnung: ein Raumschiff, die Icarus II, mit einer Besatzung von acht Männern und Frauen. Sie transportieren eine stellare Atombombe, mit der sie unserem Stern neues Leben einhauchen wollen. Von ihren Vorgängern an Bord der Icarus I, die bei einem ersten Versuch scheiterten, hat man nie wieder etwas gehört… bis jetzt: Als die Crew tief in den Weiten des Alls, ohne Funkverbindung zur Erde, das Notsignal der Icarus I empfängt, gerät ihre Mission durch einen fatalen Fehler in tödliche Gefahr.
Filmdaten:
Originaltitel: Sunshine
Jahr: 2007
Regie: , Danny Boyle (Director)
Schauspieler: Capa (Cillian Murphy) , Cassie (Rose Byrne) , Mace (Chris Evans) , Corazon (Michelle Yeoh) , Searle (Cliff Curtis) , Kaneda (Hiroyuki Sanada) , Harvey (Troy Garity) , Trey (Benedict Wong) , Pinbacker (Mark Strong) , Voice of Icarus (Chipo Chung)
Wertung:
Reise ins Licht
Wer die Sonne berührt, verbrennt sich nicht nur die Finger: Cilian Murphy soll in "Sunshine" die Erde retten, indem er den stockenden Puls der Sonne mit einer Atombombe am Laufen hält.

Die Erde geht unter. Entweder wird sie explodieren, von einem Asteroiden zerschmettert werden, oder der Sonne geht die Puste aus, und mit allem Licht verschwindet auch das Leben vom blauen Planeten. Bei aller berechtigten Sorge über hausgemachte Probleme wie die Klimakatastrophe wirkt ein solches Szenario wie unwirklicher Hokuspokus aus den Köpfen realitätsferner Astronomen. Und doch gibt es keinen Zweifel an der wissenschaftlichen Prägnanz dieser Zukunftsvisionen. Irgendwann ermattet jeder Stern, nur wann - das ist die Frage. Dem Kino zumindest kann es nicht schnell genug gehen, und so hat das britische Kreativteam Danny Boyle und Alex Garland, Schöpfer der Kultfilme "28 Days Later" und "Trainspotting", seine Version vom Ende der Welt in Zelluloid verwandelt.

In "Sunshine", so der harmonische Wellnesstitel des eigentlich sehr brutalen Raumschiffkrimis, reist eine Delegation von fähigen Menschen zur Sonne, um ihr mit einer Atombombe neues Leben einzuhauchen. Denn sie liegt im Sterben. Diese Idee eines gigantischen Herzschrittmachers entspricht durchaus den Plänen der Weltraumbehörden, die im Falle einer solch dramatischen Entwicklung nur zwei Alternativen vorschlagen: Entweder umziehen ins nächste Sonnensystem oder mit dem vorliebnehmen, was man hat. Während Drehbuchautor Garland für die zunächst stark an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte und dann wie in einem Rausch ins Metaphysische abschweifende Geschichte verantwortlich zeichnet, ist es Regisseur Boyle, der von der ersten Minute die erdrückende Atmosphäre eines Raumschiffboliden kreiert, die den Zuschauer immer weiter hineinzieht in das sich zuspitzende Drama an Bord der Himmelfahrtsmission.

Die Geschichte ist alarmierend, wenn auch Produkt einer regen Fantasie: Glaubt man dem Film, wird schon in 50 Jahren die Sonne sterben, was auf der Erde zu einer unheilvollen, weil ewigen Eiszeit führt. Nach einem misslungenen Wiederbelebungsversuch durch eine Astronautenmannschaft wird eine zweite Crew zusammengestellt und in Richtung Sonne geschickt. Mit der "Icarus II", Raumschiff und Atombombe von unvorstellbarer Größe zugleich, soll die Menschheit vor dem Schockgefrieren gerettet werden. Doch fernab allen irdischen Treibens, durch die Sonnenwinde abgeschnitten vom Funkverkehr, beginnt der geschwächte Stern, seine immer noch betörende Wirkung auf die Besatzungsmitglieder zu entfalten. Wahnsinn macht sich breit. Und mancher Mensch verwandelt sich in ein Monster seiner selbst.

Die Sonne ist überall: Als stilprägendes Element des gesamten Films prägt sie den visuellen Charakter, aber auch den Inhalt. Heiß und kalt läuft es dem Zuschauer über den Rücken, wenn die Besatzung mit immer katastrophaleren Unglücken konfrontiert wird, wenn sie mit dem Unbekannten, ihrem eigenen Ich und ihrem sich durch Einsamkeit, Isolation und die nukleare Strahlung der Sonne wandelnden Bewusstsein zurechtkommen müssen. Bei Boyle/Garland treffen sich Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" mit Scotts "Alien". Facts und Fiction mischen sich zu einer packenden Handlung, die Leben und Tod, Spiritualität und Gottesglaube in neuem Licht erscheinen lässt.

Wenn sich der Zuschauer durch das sich nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell überschlagenden Finale verwirrt und hilflos wiederfindet, ist das durchaus gewollt. Schließlich hat "Sunshine" zwar den Anspruch einer "Science Faction", wie Hauptdarsteller Cilian Murphy, propagiert, wobei er zugeben muss, dass er keine der wissenschaftlichen Wahrheiten über das Wesen des Alls und der Raumfahrt selbst begriffen hat. Doch sollte die bildbetonte Tour de Force keine Dokumentation werden, sondern Unterhaltungskino im besten Sinne: Das gelang vor allem durch die stete Steigerung des Tempos und das wenn auch schwer verdauliche Ende, zu dem es aber zumindest aus Sicht des Duos Boyle/Garland keine Alternative geben kann.

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