Toni, männlich, Hebamme - Gestohlene Träume - Fr. 22.10. - ARD: 20.15 Uhr

Zerrissen zwischen den Frauen

23.09.2021 von SWYRL/Elisa Eberle

Im sechsten Teil der Fernsehfilmreihe "Toni, männlich, Hebamme" ist der titelgebende Protagonist (Leo Reisinger) mehr denn je hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen. Eine dritte erfordert indes seine Unterstützung in einer besonders ernsten Sache: Es geht um eine Vergewaltigung.

Viel Alltagsrealität und wenig Comedy-Ulk: Dies ist das Erfolgsrezept, mit welchem die "Freitag im Ersten"-Filmreihe "Toni, männlich, Hebamme" seit zwei Jahren vor allem beim jüngeren Publikum punktet. Im sechsten Teil "Gestohlene Träume" bekommt es die titelgebende männliche Hebamme (gespielt von Leo Reisinger) mit gleich zwei gesellschaftlich viel diskutierten Themen zu tun: Arzthelferin und Hobbysängerin Jella (Antonia Bill) wird bei einem Konzert ihrer Band von dem bedeutenden Musikproduzenten Oscar Olsen (Johannes Allmayer) entdeckt. Unter dem Vorwand einer Produktion lockt Olsen die Band in seine Villa, wo er Jella Kurz darauf heimlich vergewaltigt - während die Band im Wohnzimmer fröhlich jammt.

Natürlich dauert es ein wenig, bis sich Jella ihrem Kumpel Toni anvertraut: Zu groß sind die Scham und die Angst, der Band den großen Coup zu versauen. Außerdem betreut Toni Olsens schwangere Frau Katja (Isabell Gerschke), die sich um die Belange der Band kümmert. Kann Toni Jella dennoch zu einer Anzeige überreden?

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Die Kämpfe einer jungen Mutter

Privat steckt der sympathische "Babyflüsterer" weiterhin tief in der Liebeskrise: Wird er sich am Ende für seine Ex-Frau Hanna (Kathrin von Steinburg) oder für Praxiskollegin Luise (Wolke Hegenbarth) entscheiden? Letztere scheint durch die akute Betreuungsnotlage ihrer Tochter Pluspunkte zu gewinnen: "Unser Kontingent an Alleinerziehenden ist gänzlich erschöpft", erklärt die Leiterin der favorisierten Kita. Also gibt Luise flugs Toni als ihren Partner und Kindsvater an. Bei einer gemeinsamen Streichaktion kommt es dann zu dem doch sehr vorhersehbaren Kuss. Dennoch bleiben die Verhältnisse bis zum Ende des Films ungeklärt, denn wie Luise in schönstem Denglisch sagt: "What happened in the Kita, stays in the Kita".

Bei "Toni, männlich, Hebamme - Gestohlene Träume" (Regie und Buch: Sibylle Tafel) ist somit wieder jede Menge geboten, wobei Hauptdarstellerin Wolke Hegenbarth vor allem die Kämpfe Luises in den Fokus rücken will: "Es war mir sehr wichtig, gerade Luise als junge Mutter so realistisch wie möglich in ihrer Überforderung darzustellen", erklärte die Schauspielerin in einem Interview zum Film. "Für mich selbst war das erste Jahr mit Kind außerordentlich schwierig, und ich habe daher größtes Verständnis und Empathie für jede Mama, die überfordert ist." Deshalb will die 41-jährige Mutter eines zweijährigen Sohnes auf Instagram auch einen möglichst realistischen Einblick in ihr Leben "mit allen Höhen und Tiefen" geben.

Die Dreharbeiten zu zwei weiteren Filmen unter den Arbeitstiteln "Toni, männlich, Hebamme - Ein stinknormales Leben" und "Toni, männlich, Hebamme - Mächtig schwanger" fanden im Juli und August in München und Umgebung statt.

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