Ukrainischer Präsident

Wolodymyr Selenskyj beim Filmfestival in Cannes: "Wir werden den Krieg gewinnen"

18.05.2022 von SWYRL

Auch das Filmfestival in Cannes ist von den Eindrücken des Ukraine-Kriegs geprägt. Bei der Eröffnungszeremonie der Veranstaltung hielt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine bemerkenswerte Rede.

Die Filmfestspiele in Cannes sind seit Dienstag eröffnet - und stehen ganz im Zeichen des Ukraine-Krieges. Zum Start des Festivals ließ sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuschalten und beschwor in einer Rede den Kampfgeist seiner Landsleute. Laut "Variety" versicherte er: "Wir kämpfen weiter. Wir haben keine andere Wahl, als weiter für unsere Freiheit zu kämpfen." Außerdem wandte er sich mit einer Botschaft an den russischen Machthaber Wladimir Putin: "Ich bin sicher, dass der Diktator verlieren wird. Wir werden in diesem Krieg gewinnen. Ruhm für die Ukraine."

Seine Rede nutzte Selenskyj auch dazu, um an die Verantwortung des Kinos bei der Förderung von Werten wie Demokratie und Freiheit zu appellieren. "Hunderte von Menschen sterben heute", sagte der 44-Jährige. "Wird das Kino schweigen oder sich raushalten?" Er fuhr fort, Filme hätten Menschen schon immer im Kampf gegen Autoritarismus und Grausamkeit zusammengeführt.

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"Die Welt braucht einen neuen Chaplin"

In diesem Zusammenhang verwies der ukrainische Präsident auf Charlie Chaplins Film "Der große Diktator", ein satirisches Aufbegehren gegen den Nationalsozialismus. "Die Welt braucht einen neuen Chaplin, der uns beweist, dass das Kino nicht stumm ist", forderte Selenskyj. "Wir brauchen das Kino, um zu zeigen, dass das Ende jedes Mal auf der Seite der Freiheit sein wird."

Schon im April bei der Grammy-Verleihung hatte sich der Politiker zu Wort gemeldet. In einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft warb er um Unterstützung für das vom Krieg erschütterte Land. Es gebe nichts Gegenteiligeres zu Musik als die "Stille von zerstörten Städten und getöteten Menschen", sagte Selenskyj. Russland bringe "mit seinen Bomben eine schreckliche Stille" in die Ukraine. Die Forderung des ukrainischen Präsidenten: "Füllt die Stille mit eurer Musik." Er träume davon, dass die Menschen in den umkämpften ukrainischen Städten wieder frei leben können.

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