BAP-Frontmann

Wolfgang Niedecken: Musik half über Missbrauchserfahrung hinweg

Heute gehört Wolfgang Niedecken zu den erfolgreichsten deutschen Musikern. Doch der Frontmann von BAP musste in seinem Leben auch schwierige Phasen durchmachen. In einem Interview sprach er nun über Missbrauchserfahrungen in seiner Jugend und verriet, was ihm damals geholfen hat.

Die Kraft der Musik ist für Wolfgang Niedecken unbestritten. Das machte der Frontmann von BAP nun in einem Interview mit dem Magazin Playboy deutlich. "Wim Wenders hat mal gesagt, Musikboxen sind Lebensrettungsmaschinen. Und da ist was dran", sagte Niedecken im Interview in der aktuellen Playboy Oktober-Ausgabe und bezieht sich auf seine Zeit im Internat des Konvikts St. Albert in Rheinbach. Dort war der Sänger im Alter von 13 Jahren von einem Pater geschlagen und missbraucht worden.

"Bei uns im Internat haben das die einzelnen Betroffenen unterschiedlich verarbeitet. Es war eine Frage des Typs. Eines von den Opfern hatte sein ganzes Leben damit zu tun, und vor nicht mal zehn Jahren hat er sich umgebracht", erinnert sich der Künstler. Er selbst sei mit der einschneidenden Erfahrung besser klargekommen - auch, weil ihm die Musik geholfen habe.

Außerdem zur Gesundung beigetragen hätten gesunde sexuelle Erfahrungen, wie Niedecken erklärt: "Aber dass der Typ mir in die Hose gegriffen hat - sagen wir es so: Erfreulicherweise wurde mir später noch in netterer Form in die Hose gegriffen. Ich würde nicht von mir behaupten, dass ich in irgendeiner Weise verklemmt bin."


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