Zeitreise durch die Merkel-Jahre (1 /2) - Mi. 15.09. - ZDF: 01.00 Uhr

Wie hat sich unser Leben unter der pragmatischen Kanzlerin verändert?

12.09.2021 von SWYRL/Hans Czerny

Ihre berühmtesten Worte sind wohl "Wir schaffen das", ausgesprochen inmitten der Flüchtlingskrise 2015. Es war eine der Krisen, welche die 16-jährige Kanzlerschaft von Angela Merkel begleiteten. Das ZDF bittet am Ende einer Ära zu später Stunde zur "Zeitreise durch die Merkel-Jahre".

Die Tage des Abschieds sind gekommen - und das Ende der Amtszeit fiel für Angela Merkel nochmals äußerst anspruchsvoll aus. Man denke nur an das Chaos in Afghanistan. In Erinnerung bleibt eine pragmatische, zurückhaltende Kanzlerin, die zu Krisenzeiten - Finanzkrise, Fukushima, Flüchtlingskrise - auch starke Worte sprach, die nicht immer der Meinung der Mehrheit entsprachen. Die zweiteilige Dokumentation "Die Merkel-Jahre" von Frank Wasmuth und Christian Hestermann zu später Stunde (Mittwoch, 15. September, ZDF, 1.00 und 1.45 Uhr) ist kein persönliches Merkel-Porträt, sie nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch 16 Jahre Kanzlerschaft Angelika Merkel und zeigt dabei das gewandelte Lebensgefühl der Deutschen.

"Was bleibt nach Sommermärchen, Flüchtlingskrise, dem Kampf gegen Corona?", fragen die Autoren am Ende der Ära Merkel. Die erste der beiden 45-Minuten-Folgen mit dem Untertitel: "Sommermärchen, Finanzkrise und Atomkraft-Aus", erinnert an die Fußball-WM von 2006 im eigenen Land, an den Börsencrash von 2008 an der Wallstreet, aber auch an jugendliche Koma-Trinker, verschwendete Kirchengelder und Felix Baumgartners spektakulären Stratosphärensprung.

Der zweite Teil der Lifestyle-Rportage ("Wir schaffen das - Klimakampf und Pandemie") widmet sich den anhaltenden Herausforderungen der Flüchtlingskrise, aber auch der Euphorie nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft, 2014 in Brasilien. "Wir schaffen das", verspricht die Kanzlerin, die sich sonst gerne in zurückhaltendes Schweigen hüllt, ein gutes Jahr danach. Worte, die ihre Kanzlerschaft fortan begleiten sollten. Besonders die noch immer nicht ausgestandene Corona-Pandemie zehrte nicht nur an den Nerven der Kanzlerin, die als Spezialistin der "kleinen Schritte" gilt.

Wie sich unser Land verändert hat, wird zudem in Interviews mit allerlei Prominenten aus der Welt des Sports, der Medien und des Entertainments beleuchtet. "Welche Ereignisse haben uns geprägt, unser Leben verändert, uns gerührt oder aufgebracht?", fragen die Autoren gänzlich ungeachtet dessen, dass viele Antworten wohl erst später noch zu geben sind.

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