Ein Fall für Lesch und Steffens: Streiten für die Wahrheit - So. 18.10. - ZDF: 19.30 Uhr

Wenn krude Thesen die Demokratie gefährden

10.10.2020 von SWYRL

Verschwörungsfantasien haben Konjunktur. Bei der Vielzahl an kruden Thesen fällt es immer schwerer, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. - "Ein Fall für Lesch und Steffens"!

Die sozialen Medien als florierender Marktplatz abstruser Gedankenkonstrukte, ein US-Präsident, der seinen Wahlkampf mit alternativen Fakten führt, und Corona-Leugner, die in Berlin nebst Hippies, Rechtsradikalen und "Lügenpresser"-Rufern gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren: Wahrheit und Lüge voneinander zu trennen, war wohl lange nicht so schwierig wie aktuell. Das liegt auch an Verschwörungstheorien, die sich dank Internet in kurzer Zeit um den ganzen Erdball verbreiten und auch hierzulande immer mehr Anhänger zu finden scheinen. Wie und warum solche Thesen entstehen, wer daran glaubt und warum sie gefährlich sind, erkunden die "Terra X"-Moderatoren Dirk Steffens und Harald Lesch in "Ein Fall für Lesch und Steffens: Streiten für die Wahrheit".

"Die einzelnen Verschwörungstheorien mögen uns abseitig und manchmal lustig, dabei meistens harmlos vorkommen. Aber in der Summe sind sie eine ernsthafte Bedrohung", erklärt Dirk Steffens. Besonders in Krisenzeiten würden sich Menschen zu solchen Fantasien hingezogen fühlen, wie er erklärt: "Immer wenn sich Gesellschaften ungewohnten und großen Herausforderungen gegenübersehen, dann sucht man nach simplen Erklärungen." Das Coronavirus sei das perfekte Beispiel.

In ihrer 45-minütigen Dokumentation berichten Lesch und Steffens von Tempelrittern, "Chemtrailern" und Klimaleugnern. Außerdem fragen sie nach den Auswirkungen auf die Gesellschaft und gehen teilweise weit zurück in die Geschichte. Der Klimawandel etwa wurde von der Öl-Lobby bereits vor Jahrzehnten derart verteufelt, dass sich diese Vorstellung bei manchen Menschen bis heute als Wahrheit ins Gedächtnis eingebrannt hat.


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