Britischer Filmpreis

Vier BAFTAs für "Nomadland"

12.04.2021 von SWYRL

Am Sonntagabend wurden in London die British Academy Film Awards (BAFTAs) verliehen. Der US-amerikanische Film "Nomadland" ist mit gleich vier Auszeichnungen der klare Gewinner des Abends.

Es muss ein schöner Abend für die chinesische Regisseurin Chloé Zhao und ihr Filmteam gewesen sein: In gleich vier Kategorien wurde ihr US-amerikanischer Roadmovie "Nomadland" bei den diesjährigen British Academy Film Awards (BAFTAs) ausgezeichet, darunter in der Königsdisziplin als bester Film.

Da die Corona-Pandemie auch in London weiter anhält, fand die Verleihung am Sonntagabend nicht wie üblich mit einer großen Zeremonie statt. Stattdessen wurde die Show in der Royal Albert Hall vorab aufgezeichnet. Die Preisträger und einige der Laudatoren waren per Video zugeschaltet. "Ich liebe das, was ich mache", erklärte Zhao, die neben dem Preis für den besten Film auch den für die beste Regiearbeit für "Nomadland" entgegennehmen durfte. "Und wenn das dazu führt, dass mehr Leute, die wie ich aussehen, ihre Träume ausleben können, macht mich das glücklich", so die in Peking geborene Regisseurin. Der Film, der von einer verarmten Witwe handelt, die mit ihrem Wohnwagen quer durch den Westen der Vereinigten Staaten reist, wurde zudem für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet. Frances McDormand konnte sich über einen Preis als beste Hauptdarstellerin freuen.

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Anthony Hopkins als bester Hauptdarsteller

Bester Hauptdarsteller wurde in diesem Jahr der 83-jährige Anthony Hopkins. In dem Drama "The Father" spielt der Waliser einen demenzkranken Mann an der Seite der britischen Schauspielerin Olivia Colman. Der Film unter der Regie von Florian Zeller bekam zudem einen BAFTA in der Kategorie "Adaptiertes Drehbuch".

Weitere Preise gingen an die Thriller-Komödie "Promising Young Woman" unter der Regie von Emerald Fennell ("The Crown") für das beste Original-Drehbuch und als herausragender britischer Film, Daniel Kaluuya als bester Nebendarsteller in "Judas and the Black Messiah", Yuh-Jung Youn als beste Nebendarstellerin in "Minari - Wo wir Wurzeln schlagen" und an die dänische Satire "Der Rausch" als bester nicht englischsprachiger Film. Bei der Verleihung hielt deren Regisseur Thomas Vinterberg eine emotionale Rede auf seine verstorbene Tochter, die in dem Film eine Rolle hätte spielen sollen: "Wir vermissen sie", sagte der 51-Jährige.

Bester Animationsfilm wurde "Soul" von Disney und Pixar, der sich zudem über eine Auszeichnung für die beste Filmmusik freuen konnte.

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