"Assassin's Creed"

Spieler irritiert über Ubisoft-Idee: "Assassin's Creed Infinity" soll ein Service-Dauerbrenner werden

09.07.2021 von SWYRL

Erst war es nur ein "Bloomberg"-Bericht, dann hat es Ubisoft bestätigt: Das Projekt "Assassin's Creed Infinity" ist in Arbeit und soll der Games-as-a-Service-Idee folgen. Das Ende der Einzeltitel?

Das "Infinity" im Projektnamen "Assassin's Creed Infinity" kann man, wenn Ubisoft seine Idee umsetzt, durchaus wörtlich nehmen: Der französische Publisher plant laut einem Blog-Eintrag offenbar, die populären Meuchelmörder-Zeitreisen zukünftig nicht mehr als Einzeltitel zu veröffentlichen, sondern stattdessen unter einem digitalen Dach immer wieder neue Inhalte zu liefern.

Als sogenannte Game-as-a-Service-Plattform soll "Assassin's Creed Infinity" laut Ubisoft "einen kohärenten Ansatz" verfolgen und für anhaltende Motivation sorgen. Spiele wie "Fortnite", "GTA Online" oder "Apex Legends" dienten wohl als Inspiration für diese Grundidee. Wird die "Assassin's Creed"-Community künftig also über einen Online-Service als "Homebase" immer wieder mit Updates und neuen Inhalten versorgt, damit der Spielspaß nie endet?

Derzeit wird das Projekt bei Ubisoft Montreal und Quebec gemeinsam entwickelt. Bisher waren beide abwechselnd für die jeweils neue Folge der Spielereihe zuständig. Insider gehen davon aus, dass es noch Jahre bis zum Launch dauert. 2024 wird als frühestmöglicher Zeitrahmen vermutet.

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Was sagen die Fans zu der überraschenden Idee?

"Infinity" soll es erlauben, unterschiedliche historische Epochen zu bereisen, ganz wie in den einzelnen Titeln bisher auch. Der Unterschied: Das Spiel soll der Ausgangspunkt für all diese Zeitreise-Abenteuer sein und die Ereignisse sowohl technisch als auch inhaltlich miteinander verbinden. Spielerisch und optisch sollen sich die Epochen und Inhalte wiederum voneinander unterscheiden. Wie das konkret aussehen soll, verrät Ubisoft noch nicht. Im firmeneigenen News-Blog erklärt man nur knapp, dass sich das Projekt noch in einem frühen Stadium befinde und man plane, "die Erwartungen der Fans zu übertreffen".

Die Community ist gespalten. Einen prominenten Kritiker hat die Idee schon: Der renommierte Spielejournalist Jason Schreier, der für "Bloomberg" schreibt, weist kritisch darauf hin, dass Games-as-a-Service in der Regel dazu verführen, dass Gamer mehr Geld in die virtuelle Welt investieren. Zudem nutzt er seinen Artikel, um erneut auf die Sexismus-Vorwürfe gegen Ubisoft hinzuweisen. Das Unternehmen wurde für eine angeblich frauenfeindliche Unternehmenskultur angeprangert.

Auch auf reddit.com ist die Stimmung ebenfalls zwiespältig. Kritiker glauben, dass diese Abkehr vom bewährten Modell den Untergang der Reihe einläuten wird. Andere dagegen freuen sich über die Möglichkeit, auf Knopfdruck zwischen verschiedenen Epochen herumspringen zu können, ohne sich für die Dauer eines gesamten Spiels auf eine "Kulisse" festlegen zu müssen. Auch die Hoffnung auf gemeinsame Online-Zeitreisen mit Freunden gefällt vielen.

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