"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!"

Bei ihr "piept" RTL: Anouschka Renzi rastet im Dschungelcamp völlig aus

27.01.2022 von SWYRL/Jürgen Winzer

85 Regelverstöße in fünf Tagen - auch das gab es so noch nie in 18 Jahren RTL-Dschungelcamp. Weil es dafür Strafen setzte, kam es zum nächsten Eklat. Anouschka Renzi giftete derart, dass RTL die Kraftausdrücke teilweise mit einem "Piep" übertönen musste.

Tolle Nachrichten aus Südafrika. Manuel Flickinger, der Prince, dessen Charme derzeit eher im Dschungelverborgenen blüht, meldete sich endlich mal zu Wort. Leider mit schlechten Nachrichten: Er verkündete den Campern, dass die RTL-Hüter über Camprecht und -ordnung in nur fünf Tagen 85 Regelstöße notiert hatten. Viele waren allein unterwegs, hatten tagsüber geschlafen, ihre Mikros nicht angelegt ...

Zur Strafe musste jede/r einen Luxusartikel abgeben. Das Einsammeln gelang Teamchef Peter Althoff, dem wandelnden fränkischen Scherzkeks, auch ganz gut, weil alle artig kooperierten - und sie ihr gerade geschenktes Zehn-Sterne-Menü nicht gefährden wollten.

Nur einer war das persönliche Wohl näher als das der anderen: Frau Renzi spielte falsch. Und das Drama nahm seinen Lauf.

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Frau Renzi schummelt - aber Schuld sind die anderen

Denn Frau Renzi schummelte. Statt sechs Ohrstöpsel gab sie nur vier ab. Weil sie gar so betrübt wirkte, nahte Tina Ruland (ja, die ist auch noch anwesend, wenngleich aus unerfindlichen Gründen immer noch für jedwede Dschungelprüfung von Dr. Bob gesperrt) zum Trösten und barmte "Ach, hast du alle Stöpsel abgegeben?" - was ihr umgehend zum Verhängnis wurde. Denn natürlich können die RTL-Sittenwächter bis sechs zählen und wurden der zwei fehlenden Stöpsel in Anouschkas Schmalzbox gewahr. Also: Böse, aber reuige Anouschka? Von wegen!

Kesselflicker, Büchsenbinder, Droschkenkutscher - alles Tätigkeiten, die in der ganz eigenen Welt von Anouschka "Ich bin was definitiv Besseres" Renzi sicher nicht als Traumberufe vorkommen. Allerdings werden genau diese Jobs mit der Fähigkeit, besonders deftig zu fluchen, verbunden. Und "La Renzi" scheint da, wenn man dem Sprichwörtlichen glaubt, durchaus verborgene Fähigkeiten zu haben. "Sch...verein!", maulte sie. Eine "miese Sch...show ist das!" Und dann ging das Fluchgewitter über der armen Tina nieder. Derart laut, ungestüm und teilweise unter die Gürtellinie zielend, dass RTL sich gezwungen sah, Anouschka Renzi streckenweise zu "überpiepen".

Schimpftirade gegen Tina und den Rest

Anouschkla sah Tina als Petze: "Brav Tina, hast du gehorcht! Du bist doch nicht einfach so gekommen und hast gefragt!" Und bezichtigte sie des Geheimnisverrats. "Ich dachte, du hättest Gefühle", schleuderte sie Frau Ruland ihre Verachtung entgegen und setzte auf dem Weg zum Dschungeltelefon nach: "Pieeeeeeep". Später grollte sie noch weiter: "Was ist das denn hier für ein Sch...dreck an Menschen! Mit solchen Menschen will ich nichts zu tun haben. F... euch alle!"

Das bisschen Positive, O-Ton Frau Renzi, mit einem Gesichtsausdruck zwischen Jack Nicholson in "Shining" und Jack Nicholson in "Batman": "Ich weiß, dass die mich alle ziemlich Sch...e finden. Aber ich die ja auch." Möönsch: Auch den Harald? An dessen Schulter sie sich ausgreinte, als sie sich zu allem Überfluss auch noch das verwirrte Köpfchen im Dschungeltunnel stieß? Das wär aber unschöön.

Zoff der Camp-Seniorinnen bleibt ungeschlichtet

Anderntags wollte sich Anouschka bei Tina Ruland entschuldigen, aber die hat schon bei "Manta, Manta" gelernt, wie man möglichst spät auf die Bremse tritt - und schlug die Entschuldigung kalt lächelnd aus: "Du hast mich vor versammelter Mannschaft der Denunziation bezichtigt! Du hast nicht mal nachgedacht und in Erwägung gezogen, dass das völliger Blödsinn ist."

Und prompt krachte es erneut zwischen den Camp-Seniorinnen. Auch das wusste Frau Renzi richtig einzuordnen: "Ich hab mich entschuldigt und jetzt ist gut. Die will, dass ich mich öffentlich auf die Knie schmeiße. Aber da kann die sich gehackt legen." Fürwahr: Frau Renzi weiß einfach, wie man Contenance wahrt.

Aber Anouschka Renzi - furios wie in ihrem Filmerfolg von 2012, dem "Missen-Massaker" - war nicht die Einzige, die fluchte und jegliche gute Kinderstube vergaß. Während La Renzi ihren Biss behielt, verlor Tara Tabitha einen Teil des ihren. Wörtlich. Zahnseide beseitigte nicht nur den Grünkohl vom Abendmahl, sondern auch ein Veneer. Eine Keramik-Krone fiel ins Dschungeldickicht und ward erst nach intensiver, wort- und fluchreicher Suche geborgen: "Oh. Mein. Gott. F.ck mein Leben. Ich sterbe."

Erster Zahnartznoteinsatz in 18 Jahren Dschungelcamp

Tara, die ja dann doch einen gewissen Wert auf (ihr) Äußerliches legt, war das hochpeinlich. Ihre Leistung, die Zahnlücke konsequent vor den Campinsassen und RTL-Kameras zu verbergen, wird in die Geschichte eingehen. Ebenso wie der erste zahnärztliche Eingriff in der Historie des Dschungelcamps, der am nächsten Morgen Taras Beißleiste wieder komplettierte.

Witzig: Als Tara da so dalag und sich schämte für eine Zahnlücke wie weiland die von Pipi Langstrumpf, hatte sie plötzlich die - auch körperliche - Aufmerksamkeit von Charmebolzen Filip Pavlovic, der sich gar nicht einkriegen konnte über das Missgeschick und an Tara rumtätschelte und streichelkitzelte. Der Mann kapiert nix: Jetzt ist das Thema nämlich durch.

Pech im Spiel: Tara und Linda holen nur drei Sterne

Ein bisschen fiept Tara dem blonden Ex-"Bachelorette"-Kandidaten zwar noch hinterher ("Ja, heut beim Duschen, da hatte ich plötzlich seine Aufmerksamkeit."), aber sie ist wachsam geworden: "Ich will ja ne schöne, glückliche Beziehung, nicht einen, der sich verändert und ekelhaft wird. Lieber Single als in falschen Händen", erklärte Tara der mitfühlenden Jasmin. Auch Linda wusste Rat: "Lass ihn gehen. Sofort!"

Gehen. Das durften zunächst aber Linda und Tara gemeinsam - und zwar zur Dschungelprüfung. Beim "Schrotto-Lotto" holten die beiden statt sechs Richtige (was in Dschungelmathe zehn Sternen entspricht) nur drei Sterne. Tara hat halt Pech im Spiel UND in der Liebe.

Die Bedingungen waren aber auch nicht so einfach. In rotierenden Lostrommeln drehten die beiden Angegurteten Dauersalto, während sie Fragen beantworten und in 49 Lottokugeln die Lösungsziffern suchen mussten. Natürlich nicht alleine: Je 10.000 Kakerlaken, Grillen, Würmer und Ameisen, unzählige Maden sowie Innereien, Melasse, Federn und Fischeingeweide rotierten fröhlich mit und trieben die Fluchmenge ordentlich. Denn bei allem Leid: Für Schimpftiraden reicht die Kraft immer.

Beichte am Fluss: Eric will sich mit Mama versöhnen

Ganz leise Töne schlug dagegen Eric an. Animiert vom friedlichen Plätschern des Camp-Flüsschens wurde dem Stehfesten ganz besinnlich und er erzählte vom eigentlichen Grund, warum er nach Südafrika kam: "Damit ich von meiner Mama gesehen und gehört werde." Mit der herrscht nämlich nach einem üblen Streit über noch üblere Themen (unter anderem Missbrauch, Vergewaltigung) absolute Funkstille.

Das ist tragisch, ja. Warum Eric aber ausgerechnet in Südafrika dieses Thema anspricht, obwohl er in Deutschland dann "einfach bei ihr vorbeifahren" kann und will, erschloss sich nicht so ganz. Tina Ruland, die eher zufällig in die stehfeste Beichte reinrauschte, bewies aber Stehvermögen: "Danke, dass du das mit mir geteilt hast." Vielleicht hatte Anouschka Renzi - einmal - doch Recht, als sie Tina als "Mutter Theresa" des Camps bezeichnete.

Der Fight Renzi vs. Ruland läuft übrigens noch. Derzeit könnte es nach Punkten ungefähr 2:3 stehen. Also exakt so wie in der Wertung "Wer war wie oft im Playboy?". Grämen Sie sich nicht, wenn Sie das nicht wussten - daran können sich wirklich nur die Älteren erinnern.

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