US-Schauspielerin

Cynthia Nixon: "Sex and the City" wirkt veraltet und weiß

Dazu, dass Frauen in Filmen und Serien ganz selbstverständlich über Sex sprechen, ohne den Partner direkt ehelichen zu wollen, trug die Erfolgsserie "Sex and the City" ihren Teil bei. Rückblickend bezeichnet Cynthia Nixon die Dramedy jedoch als teilweise veraltet und auffällig "weiß".

Von 1998 bis 2004 wurde eine HBO-Serie um vier New Yorker Frauen in ihren Dreißigern zum Kult. Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis und Cynthia Nixon wurden durch ihre Hauptrollen in "Sex and the City" weltberühmt. Mit einigem Abstand zum Erfolgsprojekt äußerte sich nun Cynthia Nixon selbstkritisch gegenüber der britischen Programmzeitschrift "Radio Times" über das vermittelte Weltbild in der Dramedy - welches sie rückblickend in einigen Aspekten als progressiv, in anderen jedoch als rückständig bewertet. So bemängelt sie die fehlende Diversität der Charaktere: "Es gibt Dinge bei 'Sex and the City', die jetzt sehr veraltet wirken - ganz sicher, wie weiß es war".

Allerdings macht die 54-Jährige deutlich, dass rund um die Serie, in der sie die Karriere-fixierte Anwältin Miranda Hobbes verkörperte, durchaus ein Bewusstsein für Gleichstellung jeglicher Art vorherrschte. "Schon damals waren wir uns dessen sehr bewusst. Es war jedoch revolutionär bezüglich des Alters der Charaktere", spielte sie auf die unverheirateten weiblichen Hauptcharaktere über 30 an. "Wir waren alle über 30, als es losging und im Laufe der Zeit waren um einiges älter als das."

So erschien es für die damalige Zeit durchaus fortschrittlich zu zeigen, dass nicht alle Frauen Heiraten als Lebensziel definierten. Die Serie zeigte laut Nixon lieber, "dass Frauen sich wirklich für Sex interessieren, nicht nur, um einen Ring an den Finger gesteckt zu bekommen". Stattdessen ginge es um persönliche Vorlieben und Entscheidungen.

Cynthia Nixon: Positive Entwicklung für Frauen in der TV-Branche

Insgesamt sehe Cynthia Nixon jedoch eine ausgesprochen positive Entwicklung im TV-Bereich, wenn es um Geschlechter-Gleichstellung geht. "In den letzten Jahren haben wir mehr weibliche Produzenten, Regisseure und Autoren gesehen, was großartig ist", freute sich die Schauspielerin. Zudem lobte sie, dass es in Serien wie "Killing Eve" mittlerweile zwei weibliche Hauptrollen geben könne und nicht zwangsläufig eine von beiden Hauptcharakteren ein Mann sein müsse.

Auch ihr neues Projekt folgt dieser Entwicklung: Die Schauspielerin übernahm eine Hauptrolle in der Netflix-Serie "Ratched", die ab Freitag, 18. September, auf der Streaming-Plattform abrufbar sein wird. Die zentrale Figur in "Ratched" betrachtet Nixon als Schritt in die richtige Richtung, da Frauen inzwischen auch moralisch fragwürdige Hauptfiguren sein dürften. "Im Zentrum von 'Ratched' steht eine Frau, gespielt von Sarah Paulson, die sowohl eine Anti-Heldin als auch eine Heldin ist", stellt Nixon klar.

Und wie geht es mit "Sex and the City" weiter? Die Dramedy erhielt mittlerweile eine Prequel-Serie sowie zwei Kino-Verfilmungen. Fans des Quartetts, die auf einen möglichen dritten "Sex and the City"-Film spekulierten, muss Nixon allerdings enttäuschen. Die Welt hätte sich weitergedreht und das sei auch gut so, sagte sie "Radio Times".


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