09.06.2026 von SWYRL/Rupert Sommer
Social-Media-Leistungsdruck: Die ZDF-Reportage zeichnet das Bild einer jungen Generation, die zwischen Selbstverwirklichung, öffentlicher Darstellung und wachsendem Anpassungsdruck steht. Dabei geht es nicht nur um Eitelkeit, sondern auch um Selbstwertgefühl und gesellschaftliche Erwartungen.
Die Sehnsucht nach dem perfekten Körper steht im Mittelpunkt von "Jung und schön", einer neuen ZDF-Reportage am späten Samstagnachmittag. Der Beitrag von Lara Heinemann, Eva Knäusl und Anna Pflüger begleitet junge Menschen, die viel investieren, um gesellschaftlichen Schönheitsidealen zu entsprechen - körperlich, finanziell und psychisch. Ob makellose Haut, muskulöser Körper oder perfekte Proportionen: Der Druck, attraktiv und optimiert auszusehen, wächst gerade durch soziale Medien enorm. Bilder werden permanent bewertet, bearbeitet und kommentiert, Selbstoptimierung wird für viele zum Alltag. Die Reportage zeigt, wie stark insbesondere junge Menschen unter dem Vergleich mit vermeintlich perfekten Vorbildern leiden und welche Konsequenzen das haben kann.
Im Zentrum stehen mehrere Frauen und Männer mit sehr unterschiedlichen Geschichten. Sportinfluencerin Paula etwa arbeitet nahezu täglich an ihrem Körper und ihrer Online-Karriere. 15 Stunden Training pro Woche sowie ein strenger Ernährungsplan gehören für sie selbstverständlich dazu. "Wenn man up to date sein möchte, dann muss man alle fünf Jahre irgendwie anders aussehen", sagt sie.
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"Ich kam schon immer ganz gut an. Und ich habe Angst, das zu verlieren."
Auch Manuel (34), Personal Trainer, investiert gezielt in sein Äußeres. Botoxbehandlungen und eine Eigenhaartransplantation sollen ihm zu einem perfekten Erscheinungsbild verhelfen. "Ich habe eine gewisse Vorbildfunktion meinen Kunden gegenüber. Und da möchte ich natürlich schon ästhetisch aussehen."
Noch weiter geht Reality-Star Melody Haase, die bereits mehrere Schönheitsoperationen hinter sich hat. Nasenkorrektur, Brazilian Butt Lift und eine Schamlippenverkleinerung gehören zu den Eingriffen, mit denen sie ihr Aussehen optimieren will. "Ich kam schon immer ganz gut an. Und ich habe Angst, das zu verlieren", sagt sie offen. Als Vorbild nennt sie Kim Kardashian.
Die Filmemacherinnen zeigen eindrücklich, wie eng Schönheitsideale, soziale Medien und wirtschaftliche Interessen inzwischen miteinander verknüpft sind und wie weit manche Menschen bereit sind zu gehen, um einem idealisierten Körperbild möglichst nahezukommen.



