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"Red Notice" mit Dwayne Johnson: So gut ist der teuerste Netflix-Film aller Zeiten

10.11.2021 von SWYRL/Julian Weinberger

Vorhang auf für den teuersten Netflix-Film aller Zeiten: Der unterhaltsame Heist-Film "Red Notice" verbindet rasante Action, ausgeprägten Dialogwitz - und ein bestens eingespieltes Trio, bestehend aus Dwayne Johnson, Gal Gadot und Ryan Reynolds.

Netflix wirft gerne mit Superlativen um sich. Erst jüngst berauschte man sich beim Streaminganbieter am Überraschungserfolg der Serie "Squid Game". In regelmäßigen Abständen folgten Rekordmeldungen über die nun erfolgreichste Netflixserie überhaupt, den Hype in den sozialen Medien nahm man gerne mit. Doch der VoD-Gigant hat schon den nächsten, reichlich teuren Pfeil im Köcher: den Action-Kracher "Red Notice" (ab 12. November), der mit kolportierten 160 Millionen Dollar so viel Produktionsbudget verschlang wie noch keine Filmeigenproduktion von Netflix je zuvor. Doch reicht ein großer Geldbeutel alleine auch für ein gutes Ergebnis?

Regisseur Rawson Marshall Thurber schickt seine drei Hauptdarsteller Dwayne "The Rock" Johnson, Gal Gadot und Ryan Reynolds auf eine weltumspannende Jagd nach drei sagenumwobenen, goldenen Eiern. Ein ägyptischer Superreicher hat einen Wettbewerb ausgerufen, der dem Gauner, der ihm das Trio unversehrt zur Hochzeit seiner Tochter bringt, 300 Millionen Dollar garantiert.

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Rasante Schatzjagd

Neben dem begabten Ganoven Nolan Booth (Reynolds) scheint es zunächst vor allen Dingen die berühmt-berüchtigte Kunstdiebin "The Bishop" (Gadot) auf die Goldeier abgesehen zu haben. Als wäre es nicht kompliziert genug, die wertvollen Artefakte aufzuspüren, ist den beiden auch noch der FBI-Profiler John Hartley (Johnson) auf den Fersen.

Doch wie es das Drehbuch von Thurber vorsieht, wird Hartley bei einer missglückten Festnahme getäuscht und landet in einem russischen Gefängnis - nebst Zellengenosse Booth. Gemeinsam schmieden sie einen Fluchtplan, der nicht nur spektakulär inszeniert ist, sondern auch gelingt. Fortan geht das Duo unfreiwillig gemeinsam auf Schatzsuche, stets mit "The Bishop" im Nacken.

Von "Indiana Jones" bis Ed Sheeran

Die Handlung von "Red Notice" ist nicht unbedingt neu. Spektakuläre Diebestouren rund um den Globus, obendrein prominent besetzt, flimmern immer wieder über den Bildschirm respektive die Kinoleinwand. Der Netflix-Film verdient sich in der kultigen Gesellschaft rund um die "Ocean's"-Reihe aber definitiv seinen Platz. Toll in Szene gesetzte Handlungsorte von Bali über Rom bis London treffen auf rasant choreografierte Action-Szenen.

Seine große Stärke entfaltet der Film-Kracher aber dank des pointierten Drehbuches. Reynolds darf in bester "Deadpool"-Manier Blödeleien und Provokationen um sich werfen, die zumeist zünden. Johnson, ebenfalls kein Kind von Traurigkeit, hält ordentlich dagegen und komplettiert das schlagfertige Dialoggewitter. Dadurch verkommt "Red Notice" nicht zum reinen Action-Feuerwerk und zur gierigen Hatz nach dem Goldschatz. "Wonder Woman" Gal Gadot gefällt als clevere Femme fatale, die nicht nur beim Tête-à-Tête mit "The Rock" allen die Show stiehlt.

Dazu hält "Red Notice" mit popkulturellen Referenzen Lacher bereit. Der Showdown im Nazi-Bunker irgendwo im argentinischen Dschungel erinnert an die "Indiana Jones"-Filme, und Pop-Darling Ed Sheeran darf sich nach dem Bealtes-Film "Yesterday" einmal mehr selbstironisch auf die Schippe nehmen. Bei all der kurzweiligen Unterhaltung nimmt man es billigend Kauf, dass sich das ein oder andere Logikloch auftut. Weil Thurber zum Schluss einen veritablen Cliffhanger einbaut, darf man sich wohl auf ein weiteres Heist-Abenteuer mit dem Trio Infernale Gadot, Johnson und Reynolds freuen.

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