Investment-Show

"Ärgerlicherweise altes Konzept vorgestellt": Darum platzte der Millionendeal bei "Die Höhle der Löwen"

20.09.2022 von SWYRL

Eine Ausbildungs-Plattform, die den Quereinstieg in den Vertrieb ermöglicht: Den Investoren Carsten Maschmeyer und Judith Williams war diese Idee bei "Die Höhle der Löwen" (VOX) 750.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteil wert. Doch nach Aufzeichnung der Sendung platzte der Deal. Maschmeyer und die Gründer erklären, warum.

Dass ein beherzter Handschlag vor der Kamera nicht unbedingt das Ende eines Deals ist, wissen Fans der der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" (montags, 20.15 Uhr, VOX) bereits: Seit Anbeginn der Sendung im Jahr 2014 ist schon so mancher im Studio vereinbarte Deal im Nachhinein geplatzt.

So auch in der vergangenen Sendung vom Montag: Mit der Ausbildungs-Plattform "Hyrise Academy" wollen die Gründer Dominic Blank (35) und Michael Land (34) Quereinsteigern einen Job als Vertriebler in der Digital-Branche verschaffen. Für zehn Prozent am Start-up verlangten sie 500.000 Euro. Die "Löwen" Carsten Maschmeyer und Judith Williams zeigten Interesse, man begann zu verhandeln und einigte sich letzlich auf 750 000 Euro für 20 Prozent an dem Start-up. Zumindest fürs Erste.

Denn wie Carsten Maschmeyer bei Instagram erklärt, sei der Deal nach Aufzeichnung geplatzt: "Nach einem Handschlag-Deal vor der Kamera in der Sendung ist es so, dass wir Löwen direkt im Anschluss mit den Gründern einen Optionsvertrag unterzeichnen", erklärt der 63-Jährige in dem kurzen Video: "Diese Vereinbarung ist eine Art Vorvertrag. Das ist mein Commitment, um dem Start-up zu zeigen: Wir wollen den Deal mit Euch." Auch mit Hyrise habe man einen solchen Vertrag aufgesetzt und unterzeichnet.

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Maschmeyer: "Für Judith und mich fehlte damit die Geschäftsgrundlage"

Doch dann kam das böse Erwachen: "Hyrise hatte bereits Anfang des Jahres das Geschäftsmodell völlig umgestellt und erneuert, welches wesentlich kapitalschonender ist", erklärte Maschmeyer. Im Studio hätten sie aber "ärgerlicherweise das alte Konzept vorgestellt". Mit weitreichenden Folgen: "Da die Gründer durch den Wechsel des Geschäftsmodells jetzt viel weniger Geld brauchten, wollten sie entsprechend keine Investoren mehr. Auch für Judith und mich fehlte damit die Geschäftsgrundlage." Er bedauere, dass die beiden dies nicht schon vor dem Aufnahmetag im Studio kommuniziert haben. "Trotzdem wünschen wir den beiden selbstverständlich alles Gute für die Zukunft."

Die Gründer selbst äußerten sich gegenüber dem Magazin "Gründerszene" über die Entwicklung: "Wir waren kurz nach Aufzeichnung der Show bereits Cashflow-positiv, sodass wir nicht mehr zwingend auf Geld angewiesen waren", erklärte Dominic Blank. Grund dafür sei, dass nicht länger die Bewerber, sondern die Unternehmen für den Service zahlen. Derzeit würden 50 bis 60 Quereinsteiger umgeschult werden.

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