Filmpreis

Nach heftiger Kritik an Golden Globes: Mitglieder von Filmverband stimmen für Reformen

07.05.2021 von SWYRL

Der zweitwichtigste Filmpreis der Welt stellt sich neu auf - allerdings nicht ganz freiwillig: Die Hollywood Foreign Press Association, die alljährlich die Golden Globes verleiht, gibt sich neue Regeln.

Die Kritik an den Golden Globes war zuletzt unüberhörbar geworden: Ein paar Dutzend ausländischer, zumeist weißer Filmjournalisten der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) stimmt alljährlich über die Gewinner des zweitwichtigsten Filmpreises der Welt ab. Das Thema Diversität wurde dabei meist eher kleingeschrieben - so wurden in diesem Jahr Produktionen mit schwarzen Hauptdarstellern wie "I May Destroy You", "One Night in Miami", "Judas and the Black Messiah", "Da 5 Bloods" und "Ma Rainey's Black Bottom" größtenteils ignoriert.

Nun erklärten die 87 Mitglieder der HFPA, in Zukunft mehr schwarze Filmkritiker- und kritikerinnen in die eigenen Reihen aufnehmen zu wollen. Dazu nahmen sie, wie das Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtet, einen umfassenden Änderungsvorschlag des Vorstands an. Dieser sieht außerdem eine Erhöhung der Mitgliederzahl des elitären Clubs um 50 Prozent binnen 18 Monaten vor.

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Stimmen gegen Pressereisen?

In die Kritik geraten war die HFPA auch, weil Mitglieder für Filme und Serien gestimmt haben sollen, deren Produzenten sie zu teuren Pressereisen eingeladen hatten. Auch dem will die HFPA mit den nun verabschiedeten Änderungen einen Riegel vorschieben; so sollen Geschenke nicht mehr angenommen werden dürfen, und ein Verhaltenskodex den Umgang mit Presseevents regeln.

Bei den diesjährigen Golden Globes war das Aussteigerdrama "Nomadland" der große Gewinner. Der Film von Chloé Zhao mit Frances McDormand in der Hauptrolle gewann später auch bei den Oscars die wichtigsten Auszeichnungen.

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