Die Rüden - So. 28.11. - ARD: 23.35 Uhr

Männer und Hunde: Wer therapiert hier wen?

23.11.2021 von SWYRL/Maximilian Haase

Ein außergewöhnliches Experiment: Im Drama "Die Rüden" arbeiten junge Strafgefangene mit aggressiven Hunden - und bekommen dadurch Raum für ihre Emotionen. Bleibt nur die Frage, wer hier eigentlich wen therapiert.

Der Film "Die Rüden" hält, was sein doppeldeutiger Titel verspricht: In dem Drama von Regisseurin Connie Walter geht es einerseits um aggressive Hunde - und andererseits um aggressive junge Männer. Letztere sind Insassen einer Haftanstalt, in deren bewachtem Raum sie an einer außergewöhnlichen Versuchsanordnung teilnehmen. Angeleitet von Hundetrainerin Lu Feuerbach (Nadin Busch-Matthews), arbeiten die Strafgefangenen mit Tieren, die Menschen angreifen. Die Aggressionen und Emotionen sollen herausgelassen werden, gedacht ist das Ganze als Therapie gegen Gewalttätigkeit.

Doch stellt sich im Laufe des Films nach einem Drehbuch von Dorothee Schön durchaus die Frage, wer hier eigentlich wen therapiert. Antwort wissen wohl nur die beiden ominösen Therapeuten (gespielt von Sabine Winterfeldt und Robert Mehl), die mit gebotenem Abstand anschauen, was Männer, Hunde und Trainerin da so treiben. Zu welchem Schluss kommen sie? Was besagen ihre Auswertungen? Am Ende geht es um große gesellschaftliche Fragen - vor allem nach der Freiheit. Wo könnte man das besser verhandeln als in einem Gefängnis?

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