Facebook-Tochter

Keine Nachrichten von "verdächtigen" Erwachsenen: So will Instagram den Jugendschutz vorantreiben

29.07.2021 von SWYRL

Der Facebook-Konzern reagiert auf Kritik in Sachen Jugendschutz. In mehreren Ländern treten künftig Änderungen in Kraft, um User unter 16, respektive 18 Jahren zu schützen. Instagram setzt auf private Accounts und die Identifikation "verdächtiger" Erwachsener.

Facebook hat sich offenbar Gedanken gemacht, wie die Sicherheit von Jugendlichen auf Instagram erhöht werden kann. Künftig soll die Einstellung als "privates Konto" bei Nutzerinnen und Nutzern unter 16 Jahren die Standardeinstellung sein, wenngleich auch eine Änderung auf "öffentlich" weiterhin möglich bleiben soll. Ein weiterer Punkt betrifft jugendliche Instagram-User nur indirekt: Erwachsenen, die "potenziell verdächtige" Accounts betreiben, soll es in Zukunft erschwert werden, Kontakt zu Teenagern aufzunehmen. Dies sei der Fall, wenn der Account vor kurzem von einem Jugendlichen blockiert oder gemeldet wurde. Dies teilte die Facebook-Tochter in einem Blogeintrag mit. Zunächst gelten die Änderungen nur für die USA, Australien, Frankreich, Großbritannien und Japan.

Auch der Facebook-Konzern selbst meldete sich via Statement zu Wort und erklärte, wie man in Zukunft vorgehen wolle, um das wahre Alter der Menschen herauszufinden, welche seine Plattformen nutzen. Dafür soll eine Künstliche Intelligenz sorgen, die unter anderem Geburtstagsglückwünsche in Kommentar-Form sowie verknüpfte Accounts anderer Netzwerke auswertet. Immer wieder wurde Kritik am US-Konzern geäußert, er würde zu wenig unternehmen, um Jugendliche zu schützen. Menschen unter 13 sollen den eigenen Plattformen fernbleiben. Unter anderem deshalb ist auch ein "Instagram für Kinder" - Facebook nennt es "Instagram für Tweens" - für zehn bis 13-Jährige in Planung.

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Private Konten sind für Instagram der Schlüssel

Bei Instagram ist man davon überzeugt, sogenannte private Konten seien der Weg zu mehr Jugendschutz. Das Ziel lautet, die Plattform sicher und privat zu machen. Neue Freunde zu finden und mit der Familie zu korrespondieren soll auch in Zukunft einfach sein, gleichzeitig sollen unliebsame Nachrichten oder Kommentare von Unbekannten verhindert werden. Eine automatische Klassifizierung soll es jedoch nicht geben, da manche Jugendliche ausdrücklich öffentliche Accounts wollten. User, die noch unter 16 sind - an manchen Orten gilt dies für Unter-18-Jährige - sollen unübersehbar auf die neue Option hingewiesen werden.

Kundinnen und Kunden mit "potenziell verdächtigem Verhalten" sollen nach ihrer Identifikation keine weiteren Konten von Jugendlichen mehr angezeigt sowie vorgeschlagen werden. Des Weiteren ist es ihnen nicht mehr möglich, Nachrichten und Kommentare an junge Menschen mehr zu schicken. Ein weiteres Versprechen von Instagram: Jugendlichen sollen künftig weniger genau für zielgerichtete Werbung ausgewählt werden können.

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