Mit dem Zug durch Neuseeland: Vom Pazifik in die Südalpen - Do. 23.06. - ARTE: 21.00 Uhr

Jenseits der Eisenbahn-Romantik

21.06.2022 von SWYRL/Hans Czerny

Weniger Eisenbahnromatik als Natur- und Menschenbeobachtung bietet die Reise durch die Südinsel Neuseelands. Nicht ohne Pathos geht es ab, wenn Familien beschrieben werden, die sich seit dem 19. Jahrhundert für das einsame Farmerleben auf der Südinsel entschieden haben.

Die Südinsel Neuseelands ist im Vergleich zur Nordinsel weitgehend menschenleer. Grund genug, um mit dem Transalpin ab Christchurch die Südalpen zu überqueren, alte Goldgräberstädte zu besuchen und sich von alteingesessenen Farmern im Film "Mit dem Zug durch Neuseeland: Vom Pazifik in die Südalpen" von Tuan Lam über die Rinderzucht belehren zu lassen. In der fünften Generation werden riesige Herden durch breite Bergflüsse getrieben. An der Jackson Bay wurde ab 1875 das den Maori, genommene Land mit dem Eisenbahnbau nutzbar gemacht. Heute sind an der einsamen Küste nach der Corona-Zwangspause wieder Jetbootfahrer und Wal-Beobachter unterwegs. Am eindrucksvollsten sind aber immer noch die meterlangen Riesenaale, die schwarzen "Angstmacher" vom Rotoiti-See. Sie riechen Blut, sind aber trotz ihres bedrohlichen schlangenhaften Aussehens angeblich ungefährlich. Immerwährend bedrohlich ist hingegen die Erdpalttenbewegung am Rande der Südinsel. 2016 verbogen Erdbeben Bahngeleise und Straßen und verursachten einen Tsunami. Im Meer zogen sogar die 20 Meter langen Pottwale auf Nimmerwiedersehen ab.

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