liebe viele - Mi. 05.05. - BR: 22.45 Uhr

In alle Richtungen aufgeschlossen

02.05.2021 von SWYRL/Rupert Sommer

Der abendfüllende BR-Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der sogenannten Polyamorie, dem Wunsch, sich gleich mit mehreren Partnern gleichzeitig auf Liebesbeziehungen einzulassen.

Was wäre, wenn es mehr als nur den einen vertrauten Lebens-Liebes-Partner gäbe? Es ist ein Gedankenspiel, das vermutlich die meisten Menschen früher oder später einmal in ihrem Innern durcharbeiten. Und es gibt Aufgeschlossene, die sich sehr konkret auf das Modell der Polyamorie, das Lieben mehrerer Partner gleichzeitig, einlassen. Von ihnen handelt der abendfüllende BR-Dokumentarfilm "liebe viele" von Vera Drude. Die Filmemacherin setzt sich darin mit auf Offenheit und Neugierde abzielenden Lebensformen auseinander.

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Echte Treue - zu mehreren Partnern

Dabei erkundet der Film zunächst die Spielarten und Möglichkeiten polyamorer Bindungen. So wagt sich Drude auch an die Grenzen vor, an die die Beteiligten immer wieder stoßen - etwa im Familienleben. Knifflig sind oft auch die Herausforderung, wenn Unbeteiligte, etwa Kinder oder möglicherweise eifersüchtige andere Partner, ins Spiel kommen.

Entlang mehrerer realer Liebesgeschichten wird aufgezeigt, wie sich moderne Polyamorie, die nicht mit hemmungsloser Promiskuität verwechselt werden sollte, sondern durchaus zu festen, dauerhaften Bindungen fähig ist, von Konzepten der sogenannten "Freien Liebe" unterscheidet. Letztere wurde vor allem in den bewegten 60er-Jahren propagiert - meist in Hippie-Kreisen.

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