29.11.2025 von SWYRL/Rupert Sommer
Vom Lernen und Vergessen: Die neue ARD-Gesundheitsdokumentation beleuchtet das Faszinosum der menschlichen Gedächtnisleistungen - und zeigt auf, wie man sich geistig fit halten kann und wie verletzlich der Kern dessen ist, was eine Persönlichkeit ausmacht.
Man muss keine Ausnahmeleben führen, um zu spüren, wie zentral die Fähigkeit unseres Hirns ist, in Sekundenschnelle unvorstellbar große Mengen an Informationen zu verarbeiten. Die neue ARD-Dokumentation "ARD Wissen: Mein Körper. Mein Gedächtnis." schärft den Respekt vor einem Körperorgan der Superlative, in dem alles sortiert wird, was wichtig sein könnte, und abgespeichert wird, was wir tagtäglich erleben und lernen. Doch was passiert, wenn das Gedächtnis Schaden nimmt? Wie schnell ist der Kern dessen bedroht, was die menschliche Identität ausmacht?
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Wer bin ich, wenn ich mich an nichts erinnern kann?
Als Beispiel lernt man in der Doku von Claudia Euen eine Frau kennen, die mit Ende Vierzig aufgrund mehrerer Hirnschläge ihre Erinnerungen verlor. Sie nimmt den Kampf auf, ihr Gedächtnis wieder zu rekonstruieren - mithilfe von Ergotherapie und auch mit einer VR-Brille. Doch immer wieder tauchen bohrende Fragen auf: Wer bin ich überhaupt aktuell, wenn ich gar nicht mehr genau weiß, wer ich einmal war?
Atemberaubend ist dagegen der Besuch bei einer Schauspielerin in Dresden: Henriette Hölzel schafft es, sich für ihren anspruchsvollen Bühnenberuf ständig enorme Textmengen anzueignen. Acht verschiedene Rollen kann sie derzeit gleichzeitig aus ihrem Gedächtnis abrufen. Im Gespräch verrät sie, welcher gezielter Trainingsmethoden sie sich bedient, um diese Informationsflut beherrschbar zu machen.
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