"Geheimnis eines Lebens"

Erstmals im Free-TV: Dieses Historiendrama mit Judi Dench ist ein echtes Highlight

24.07.2021 von SWYRL/Jasmin Herzog

Kann man den Frieden bewahren, indem man das eigene Land verrät? Eine Engländerin glaubte einst daran und spionierte für den KGB. "Geheimnis eines Lebens" erzählt ihre Geschichte - am Dienstag, 3. August, erstmals im Free-TV im Ersten.

Es ist eine wahre Geschichte, von der sich die Schriftstellerin Jennie Rooney für ihren Roman "Geheimnis eines Lebens" inspirieren ließ: Die britische Sekretärin Melita Norwood war über mehr als 40 Jahre hinweg als Agentin für verschiedene russische Geheimdienste tätig, nahm jedoch niemals einen Lohn, sondern handelte aus Überzeugung. Weil sie die Sowjetunion als junges Experiment verstand, das Gleichheit förderte, aber von den Westmächten bedroht war. Darum half sie bei der Beschaffung von Unterlagen, die den Sowjets den schnelleren Bau der Atombombe und damit das Erreichen eines Gleichgewichts des Schreckens erlaubten.

Überführt wurde Norwood erst in den 1990er-Jahren, die britische Regierung verzichtete auf eine Anklage. Die Autorin Rooney war von Norwoods Leben fasziniert, entschied sich aber, nicht die Realität abzubilden, sondern die Geschichte mit fiktiven Figuren zu erzählen - und sie dabei vielleicht ein wenig zu romantisieren. Denselben Weg ging 2019 auch die Verfilmung, die das Erste nun zu später Stunde als Free-TV-Premiere im Programm hat: Aus Melita Norwood wird im grandios gespielten Historienkino Joan Stanley - verkörpert von Hollywood-Legende Judi Dench.

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