Missglückter Probealarm

Bundesweiter Warntag zeigt Lücken auf: Etliche Handys bleiben offenbar still

08.12.2022 von SWYRL

Beim bundesweiten Warntag am 8. Dezember sollten um 11 Uhr probeweise Sirenen heulen und Handy Warntöne abgeben. Tatsächlich blieben allerdings vor allem die mobilen Endgeräte in vielen Fällen still.

Ein weiterer bundesweiter Warntag geht mit gemischter Bilanz zu Ende: Bereits 2020 hatte der erste bundesweite Warntag große Lücken in der Bürgerbenachrichtigung im Ernstfall aufgezeigt. Nicht anders war es nun beim zweiten bundesweiten Warntag am Donnerstag. Dass vielerorts keine Sirenen mehr existieren oder diese nicht zum Einsatz kämen, war bereits im Vorfeld bekannt. Wie den sozialen Netzwerken zu entnehmen ist, blieben jedoch auch viele Mobiltelefone stumm. Hinweise über Warn-Apps wie Nina oder Katwarn wurden nur teilweise empfangen.

"Während ein echt fieser Warnton laut aus meinem Handy quält, bleibt das Handy des Mannes (gleicher Netz-Anbieter, 5 Meter von meinem entfernt) mucksmäuschenstill", twittert etwa ein Nutzer. Ein anderer dokumentierte sogar dreifaches Versagen: "Ich habe drei Handys: 1x Samsung Galaxy S22, deutsche SIM (Telekom), 1x Sony Xperia Xperia XZ2, japanische SIM (DoCoMo), 1x Nokia 6600 slide, deutsche SIM (Vodafone). Den #Probealarm-#CellBroadcast vom #Warntag bekam ich auf keinem der Geräte zu sehen."

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Es gibt auch Erfolgsmeldungen

Erfolgsmeldungen sind jedoch ebenfalls zu finden. Etwa bei einem Twitter-User, der in Bezug auf den schrillen Alarmton, den das Handy bestenfalls von sich hätte geben sollen, schreibt: "Bei dem #Probealarm wurden soeben 328.783 verschollene Handys wiedergefunden."

Um 11 Uhr, so der Plan, hätten empfangsfähige Handys eine Pushnachricht anzeigen sollen, in Kombination mit einem schrillen Alarmton. Um 11.45 Uhr sollte dann eine zweite Nachricht mit einer entsprechenden Entwarnung eingehen. Wie diese ausgesehen haben könnte, zeigt folgender Twitter-User:

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Gründe für die Fehler

Um die Gründe für den Fehler zu finden, bittet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Bürgerinnen und Bürger, sich an einer Umfrage zum Warntag 2022 zu beteiligen: Auf der Webseite www.warntag-umfrage.de wurde dafür ein Fragebogen eingerichtet. Abgefragt werden neben persönlichen Informationen auch Angaben zum Hersteller des Mobiltelefons sowie zum Telefonanbieter.

Einige Gründe stehen allerdings bereits schon fest, wie die Telefonanbieter Telefonica (O2) und Telekom auf ihren Webseiten betonen: So muss das Handy zum Zeitpunkt der Warnmeldung eingeschaltet und mit dem Netz verbunden sein. Auch die Sim-Karte muss aktiviert sein. Sollte dennoch keine Warnmeldung ankommen, so könnte entweder der Warndienst deaktiviert sein oder die Software des Smartphones ist veraltet: Bei Android funktioniert die Warnung demnach erst ab der Version 11, iPhones 6 und 7, die IOS nutzen, bekommen die Meldung erst ab Version 15.6.1. Nutzen Sie ein iPhone 8 dann bekommen Sie eine Warnmeldung ab der Version 16.1.

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